Vertreter aus den Fraktionen und Bürgermeister Jörg Schönenberg gratulierten den Preisträgern Holger Rutenbeck vom Schützenverein, Harry Haböck vom Bürgerbusverein und Sven Potberg vom Betreuerteam Wangerooge. Foto: M. Funke

Schalksmühle. Der Schalksmühler Bürgerverein ist diesjähriger Träger des Heimatpreises der Volmegemeinde. Eine sechsköpfige Jury sprach dem Verein den mit 2500 Euro dotierten 1. Preis zu. Bürgermeister Jörg Schönenberg überreichte in der Ratssitzung am Montag die Urkund an Harry Haböck, den 1. Vorsitzenden des Bürgerbusvereins.

In seiner Bewerbung für den Heimatpreis hatte Harry Haböck das langjährige Engagement und die Nachhaltigkeit des Bürgerbusprojektes ausführlich dargestellt.

Der Bürgerbusverein Schalksmühle ist der erste Bürgerbusverein in Südwestfalen. Er wurde am 21. April 1988 gegründet und besteht nun schon über 33 Jahre. Das Bürgerbusprojekt Schalksmühle startete eines der fünf Pilotprojekte in NRW.

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Mittlerweile hat der Verein schon den sechsten neuen Bürgerbus angeschafft. Der neue Bus ist ein Niederflurfahrzeug. Er erleichtert den Fahrgästen, vor allem Menschen mit Rollatoren, den Einstieg.

Alle Fahrerinnen und Fahrer und der gesamte Vorstand arbeiten ausschließlich ehrenamtlich und unentgeltlich. Ohne den Bürgerbus Schalksmühle wären viele ältere Menschen in den entfernten einzelnen Ortsteilen von Schalksmühle von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Bürgerbuslinien werden von ehrenamtlich engagierten Menschen (Fahrerinnen, Fahrer und Vorstand) betrieben. Dabei sind alle Tätigkeiten sind ehrenamtlich, so z. B. auch die Wartung des Busses, das Waschen des Busses, die Geschäftsführung, die Erstellung des Fahrplans, die Einteilung der Fahrer, die Neubeschaffung eines Busses usw. So ist auch der gesamte Vorstand in die ehrenamtliche Arbeit mit eingebunden.

Was will der Bürgerbusverein erreichen?

Jeder Bürger/in habe ein Recht auf Mobilität, auch ohne eigenes Fahrzeug zum Einkaufen, ins Café, zum Arzt, Apotheke, Friedhof usw.zu kommen, erläutert Harry Haböck. Dazu trage das Bürgerbus-Team nun seit 33 Jahren bei. „Wir möchten erreichen, dass unsere Fahrgäste aus den entlegenen Ortsteilen ihre Kontakte beibehalten und pflegen können und sich in „ihrem Dorf“ treffen können. So verbindet der Bürgerbusverein die Schalksmühler Ortsteile in vorbildlicher Weise. Selbst in der Zeit der Covid-19 Pandemie haben wir es bis auf wenige Monate  geschafft, den Fahrbetrieb aufrecht zu erhalten.“

Wie fördert das Projekt/das Engagement Heimat?

Das Motto des Vereins ist „Bürger fahren für Bürger in Schalksmühle“. Getreu nach diesem Motto fährt der Verein in die verschiedenen Ortsteile von Schalksmühle, die aus wirtschaftlichen Gründen vom Personennahverkehr der MVG nicht bedient werde.So erreicht der Verein, dass auch Menschen ohne eigenes Fahrzeug mobil bleiben und ihre Heimat Schalksmühle erfahren und erleben können. Gleichzeitig ist der Bürgerbus eine „rollende“ Begegnungsstätte, die es Menschen aus verschiedenen Kulturen ermöglicht, im Bus ins Gespräch zu kommen und somit auch Neuigkeiten zu erfahren, auch wenn sie nicht in den sozialen Medien unterwegs sind.

Das Bürgerbusprojekt, so Harry Haböck weiter, habe Nachhaltigkeit bewiesen, denn die Bus hätten in den mehr als 33 Jahren immerhin ca. 270.000 Fahrgäste befördert und dabei etwa 890.000 Kilometer zurückgelegt. „Mit unserem jetzigen Bus möchte wir die eine Million-Schwelle knacken“, bekräftigt der 1. Vorsitzende.

Weitere Preisträger

Der zweite Preis, dotiertmit  1500 Euro, ging an den Hülscheider Schützenverein. Er richtet jährlich das größte Volksfest der Gemeinde aus und bietet dabei mit der (Q)-Stall Party die größte Veranstaltung für die jungen und jung gebliebenen Einwohner der Gemeinde und angrenzenden Kommunen.

Den dritten Preis, dotiert mit 1000 Euro, erhielt das Betreuerteam der Ferienfreizeit Wangerooge , das seit Jahrzehnten Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche anbietet.

 

 

 

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