In erten Anlauf entdeckten die Fachleute hier lediglich Splitter einer bereits detonierten Bombe. Foto: Marit Schulte/PSL

Lüdenscheid. (PSL) Im Zusammenhang mit Bauarbeiten zur Sanierung der Ufermauer an der Straße „Am Brügger Bahnhof“ ist im Zuge einer Luftbildauswertung und anschließenden Sondierungsbohrung ein Verdacht auf einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg festgestellt worden. Der Verdachtspunkt liegt in der Volme etwa in Höhe des Feuerwehrgerätehauses. Nachdem vor einigen Wochen bereits ein erster Verdachtspunkt in der Straße untersucht wurde, soll nun – einen niedrigen Wasserstand vorausgesetzt – der zweite Punkt in der Volme untersucht werden.

Kurzfristige Entscheidung notwendig

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg werden am Dienstag, 5. Juni, durch eine Fachfirma das Erdreich um den Verdachtspunkt im Flussbett abtragen lassen. Es wird dann überprüft, ob es sich tatsächlich um einen Blindgänger handelt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müsste der Blindgänger entschärft werden. Das würde kurzfristig geschehen; der genaue Zeitpunkt kann aber erst nach Freilegung des Blindgängers in Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst  genannt werden. Stadtverwaltung, Feuerwehr, Polizei sowie das THW, das DRK und die Johanniter bereiten sich aktuell auf einen solchen Fall vor.

Evakuierung durchaus möglich

Für die Entschärfung wäre aus Sicherheitsgründen – abhängig von der Größe des Blindgängers – eine Evakuierung aller Gebäude in einem Radius von voraussichtlich 250 bis 500 Metern um den Fundort erforderlich. Im potentiell betroffenen Evakuierungsbereich, der etwa bis zur Straße „Am Ziegenkopf“ bzw. am „Raffelnberg“ reichen  könnte, befinden sich neben Wohngebäuden, Geschäften und einem Hotel auch zwei Kitas und eine Grundschule.

Anlieger sollen sich vorbereiten

Anlieger der möglichen Evakuierungsgebiete würden direkt informiert, sobald ein Evakuierungstermin feststeht.  Dies könnte ggf. auch sehr kurzfristig geschehen. Sie sollten sich daher darauf einstellen, dass sie für einige Zeit ihre Wohnungen bzw. ihren Arbeitsplatz  verlassen müssen bzw. diese nicht erreichen können. Genauere Termine und Uhrzeiten können derzeit leider noch nicht benannt werden.

Einsatz von Shuttle-Bussen

Für Personen, die während einer möglichen Evakuierung nicht bei Freunden, Verwandten oder anderswo unterkommen können, würde ein Aufenthaltsraum an der Hauptschule Stadtpark in der Parkstraße eingerichtet. Für Personen, die keine Fahrgelegenheit haben, würden an Sammelplätzen Shuttle-Busse der MVG eingesetzt. Eine Einsatzleitung von Feuerwehr und Ordnungsamt würde in der Hauptschule Stadtpark untergebracht.

Verkehr betroffen

Autofahrer aus den Richtungen Halver, Schalksmühle und Kierspe sollten sich darauf einstellen, dass es für den Durchgangsverkehr zu Sperrungen der Volmestraße und der Halverstraße, kommen kann. Auch der Bus- und Bahnverkehr wäre betroffen.

Die Stadt Lüdenscheid wird auf ihrer Internetseite www.luedenscheid.de sowie über die örtlichen Medien informieren, sobald es neue Erkenntnisse gibt. Informationen werden auch über die Nina-Warn-App, die kostenlos  im App Store und Google Play Store heruntergeladen werden kann, verbreitet.

Wir brauchen Dich, um die Zukunft von TACH! zu sichern. Bitte mach mit! Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here