Oliver Drenkard, Melanie Kretzer, Christiane Schäper (bede Hospiz), Jürgen Severloh und Katja Dörken-Lober (Hospiz) eröffneten am Freitag die Ausstellung im "Mittendrin". Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen. Das Bürgerzentrum „Mittendrin“ zeigt seit 16. November eine Ausstellung der Neuenrader Malerin Ulrike Herfeld. Sie stammen aus einer Schenkung, die die heute in Berlin lebende Künstlerin vor Jahren dem Lüdenscheider Hospiz im Amalie-Sieveking-Haus gemacht hat.

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Wie kommen die Bilder nach Meinerzhagen? Das ist eine besondere Geschichte. Das Lüdenscheider Hospiz zieht im Jahr 2020 um. „Im neuen Haus können wir für die Bilder keinen angemessenen Rahmen schaffen“, berichtete stellvertretenden Einrichtungsleiterin Christiane Schäper bei der Ausstellungseröffnung am Freitag. „Eins werden wir allerdings als Erinnerung an die großzügige Schenkung behalten.“ Für die übrigen Werke, so hofft Christiane Schäper, sollten sich während der Ausstellung in Meinerzhagen Kunstfreunde finden, die die Bilder kaufen möchten.

Bilderverkauf soll die Arbeit fördern

Das hofft auch Oliver Drenkard, Vorsitzender des Vereins, der das soziale Bürgerzentrum am Prumbomweg 3 betreibt. Viele soziale Einrichtungen, darunter eben auch das Hospiz Lüdenscheid der evangelischen Perthes-Stiftung, seien chronisch unterfinanziert, sagte er am Freitag. Der Erlös aus dem Verkauf der Bilder könne durchaus helfen, die Arbeit im Hospiz zu fördern.

Leben in Abschied und Würde

Leben in Abschied und Würde – das Hospiz Lüdenscheid bietet unheilbar kranken Menschen während ihres letzten Lebensabschnitts ein Zuhause, in dem sie selbstbestimmt leben können. Dieser geschützte Ort gibt ihnen auch die Chance, von Familien und Freunden Abschied zu nehmen.

Helle und freundliche Werke

Dazu sollten auch die Bilder von Ulrike Herfeld beitragen. Die Malerin wollte Schönheit und Farbe in die letzte Lebensphase der schwerkranken Hospizgäste bringen. Es sind helle und freundliche Werke voller Leben. „Diese Bilder kann man nicht rahmen, sie leben über jeden Rahmen hinaus“, schrieb die Westfälische Rundschau anlässlich einer Ausstellungseröffnung 2008.

Kunstkritiker zählen Ulrike Herfeld zu den Wegbereiterinnen der modernen Malerei. Der Kunstkritiker Dr. Wolfgang Sauré hob sie 1997 als „visionäre Wirklichkeitsmalerin“ hervor.

Kontakt über die Hospizgruppe

Mit von der Partie war bei der Ausstellungseröffnung auch Jürgen Severloh. Er ist Mitglied der ehrenamtlichen Hospizgruppe Kierspe-Meinerzhagen und hat den Kontakt zwischen dem Hospiz Lüdenscheid und dem Bürgerzentrum hergestellt.

Die Ausstellung wird bis zum 31. Januar 2019 zu sehen sein.

 

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