Drei Mädchen und zwölf Jungs sind in diesem Jahr die "Heimatkicker": Foto: Bernd Mai

Lüdenscheid. Kopf hoch, Brust raus, laut und deutlich sprechen: Beim Film ist es wie beim Fußball: Da zeigt man Stärke und versteckt sich nicht. Klare Anweisungen von Murat Isboga. Die drei Mädchen und zwölf Jungs kapieren schnell und folgen den Anweisungen des Lüdenscheider Theaterpädagogen. Sie sind die „Heimatkicker“ und bereiten sich mit Murat Isboga auf den ersten Drehtag beim „Heimatkicker“-Projekt vor. Und aus den etwas scheu gesprochenen Texten werden langsam echte Szenen. Drei davon wurden am Donnerstagvormittag im Foyer des Museums geprobt und am Nachmittag gefilmt. Sie werden in den Herbstferien in einem Film zu sehen sein, bei dem es sich nicht nur um Fußball dreht.

Geld aus dem Bildungsministerium

Das Projekt „Heimatkicker 3.0“ wird vom Türkischen Verein Deutschland gefördert. Dieser Verein hat sich wie viele andere Vereine und Verbände beim Bundesbildungsministerium für Bildung und Forschung für die Maßnahme „Kultur macht stark“ beworben. Die Gelder kann er seinerseits für Workshops und Projekte vergeben. Über die Förderung entscheidet eine Jury.

„Wir hier!“, Museum und SC Lüdenscheid

In diesem Fall haben arbeiten der Verein „Wir hier!“, die Museen der Stadt Lüdenscheid und der Sportclub Lüdenscheid zusammen. Sie sind mit der dritten Auflage des Filmprojekts in die Förderung genommen worden. Dabei profitieren die Beteiligten von den Erfahrungen, die sie im vergangenen Jahr gemacht haben.

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Tipps vom Theaterpädagogen: Murat Isboga bereitet die Heimatkicker auf den ersten Drehtag vor. Foto: Wolfgang Teipel

Das Projekt „Heimatkicker 2.0“ soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich in künstlerischer Form mit ihrer persönlichen Geschichte auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die filmisch-künstlerische Darstellung ihrer Lebenswelt, in der Fußball eine große Rolle spielt. Ziel des Projektes ist es, den Jugendlichen, deren Hauptinteresse beim Fußball liegt, Zugang zu künstlerischen Ausdrucksformen zu eröffnen. Daneben soll ihnen das Museum als Ort künstlerischen Lebens und kultureller Identität in der Stadt geöffnet und vertraut gemacht werden.

Drehtage in der LüWo-Arena

Vormittags werden im Museum das Drehbuch, die Szenen und Dialoge entwickelt. Nachmittags wird in der LüWo-Arena, dem Stadion des SC Lüdenscheid am Wehberg, trainiert. Dabei entstehen die Filmszenen für die das Team um Ingo Starink (media4web) verantwortlich zeichnet. Die SC-Trainer Bernd Mai und Toni Vasilev unterstützen die Gruppe mit professionellem Fußball-Training.

Das Filmscript haben die Jugendlichen zusammen mit Ulrike Tütemann („Wir hier!“) und Ursula Delhounge (Museum) entwickelt. Die Story: Ein talentierter Fußballer wird von Cheerleadern beim einsamen Training auf der Straße entdeckt. Sie bringen ihn zum Verein und fördern ihn. Pele, so heißt der neue Star bezeichnenderweise, wird zwischenzeitlich entführt. Das Happyend ist aber absehbar. Mehr wird nicht verraten.

Das Projekt läuft über drei Wochen, zwei Wochen in den Sommerferien, eine Woche in den Herbstferien. In den Sommerferien stehen die Entwicklung des Films und der Dreh im Zentrum. In den Herbstferien wird geschnitten und präsentiert.

 

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