Die Tour „Draußen schlafen ist eine Kunst“ vermittelte den Jugendlichen einen anderen Blickwinkel auf das Leben in der Hauptstadt. Bild: Stadt Iserlohn

Iserlohn. Vierzehn Mitglieder des Iserlohner Kinder- und Jugendrates und Freundinnen und Freunde im Alter von 16 bis 22 Jahren setzten sich kürzlich auf einer Bildungsfahrt nach Berlin mit dem Thema „Solidarität“ auseinander. Es galt, den Begriff zu definieren und individuelle solidarische Handlungsmöglichkeiten für den Iserlohner Kinder- und Jugendrat zu erarbeiten.

Auf ihrer „Stolperstein-Tour“ durch das Bötzow-Viertel reinigten die Jugendlichen Gedenksteine. Bild: Stadt Iserlohn

Bei einer Führung durch den „Tränenpalast“ zum Thema „Geteiltes Berlin“ konnten die Jugendlichen einen Eindruck von dem einst geteilten Berlin gewinnen. Sie begaben sich auch auf eine „Stolperstein-Tour“ durch das Bötzow-Viertel mit Reinigung dieser

Gedenksteine, die an frühere jüdische Einwohnerinnen und Einwohner erinnern.
Im Kreuzberger Regenbogen-Café traf die Gruppe den Aktivisten Ansgar Gilster, der im Bereich Migration und Menschenrechte für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) arbeitet. Er sprach mit ihnen über Solidarität in Verbindung mit Kriegsvertriebenen, politischen Gefangenen und Geflüchteten und zeigte Optionen solidarischen Handelns auf.

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In einem „Design Thinking Workshop“ wurden vier unterschiedliche Modelle kreiert, die darstellen, in welchen Bereichen und wie das neue Bewusstsein und Wissen zum Thema Solidarität praktisch eingesetzt werden kann.

 

Im „Design Thinking Workshop“ planten die Teilnehmenden ihren Aufenthalt und setzten sich mit ihrem neu erworbenen Wissen zum Thema Solidarität praktisch auseinander. Bild: Stadt Iserlohn

Zum Abschluss der Bildungsfahrt stand die Tour „Draußen schlafen ist eine Kunst“ mit dem ehemaligen Berliner Obdachlosen Uwe Tobias auf dem Programm. Er führte die jungen Leute durch Berlin, erzählte von eigenen Erfahrungen und eröffnete ihnen so einen komplett anderen Blickwinkel auf das quirlige Hauptstadtleben.

Das Fazit nach der in jeder Hinsicht beeindruckenden Reise lautet für alle Teilnehmenden: Solidarität im Alltag ist in vielerlei Hinsicht wichtig und notwendig und ein bedeutender Bestandteil des Zusammenlebens in einer Demokratie.