Die Möbelbörse ist geräumt. Jetzt werden dringend Bautrockner gesucht. Foto: Wolfgang Teipel

Plettenberg. Nach den ausgesprochen erfolgreichen „Tagen des Aufräumens“ funkt die Möbelbörse der Plettenberger Freiwilligenzentrale jetzt erneut SOS. Damit die Wasserschäden nach der Flutkatastrophe beseitigt werden können, müssen zunächst einmal Bautrockner her. „Wir telefonieren verzweifelt. Bislang aber ohne Erfolg“, sagt Heike Schaefer, Leiterin der Freiwilligenzentrale.

Die Wände haben jede Menge Wasser gezogen

Die Rigips-Wände haben jede Menge Wasser gezogen, als der Elsebach am Köbbinghauser Hammer über seine Ufer trat. Deshalb müssen die Wände jetzt aufgeschlagen werden, mindestens so hoch, wie das Wasser in der Ausstellungshalle, in den Büroräumen und in der Lagerhalle gestanden hat. Dann wird getrocknet. Später werden dann die Steckdosen höher verlegt, so hoch, dass ein Hochwasser sie voraussichtlich nicht mehr erreichen kann. Möglicherweise müssen auch einige Leitungen verlegt werden.

Der Strom ist wieder da

Die gute Nachricht: „Der Strom ist wieder da.“ So könnten die Trockner rund um die Uhr laufen. „Ohne Trockner wird es nicht gehen“, erklärt Heike Schaefer. Die natürliche Lüftung reiche nicht aus, weil nicht genügend Fenster vorhanden seien. Ideal wären übrigens Geräte, aus denen das aufgenommene Wasser über einen Schlauch nach draußen abgeleitet werden kann.

Wer der Freiwilligenzentrale des Diakonischen Werkes leihweise Bautrockner zur Verfügung stellen kann, sollte sich an Tatjana Cordt, Telefon 02391/954017 wenden.

Die Halle ist so gut wie leer. Die Wände haben während des Hochwassers jede Menge Wasser gezogen. Foto: Wolfgang Teipel

Welle der Hilfsbereitschaft

Rückblick auf die „Tage des Aufräumen“: Auf den Schock, den die Hochwasserschäden im Gebäude am Köbbinghauser Hammer ausgelöst hatte, folgte eine Welle der Hilfsbereitschaft. Am 23. und 24. schleppten freiwillige Helferinnen und Helfer, was das Zeug hielt. Schon am ersten Tag waren zwei große Container bis zum Rand gefüllt. Unter den Aktiven neben vielen anderen war auch Klaus Majoress, ehemaliger Superintendent des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg. Blaumann, Arbeitshandschuhe und Gummistiefel – ein ungewöhnlicher Dress für den Kirchenmann. Er zeigte aber, dass er richtig anpacken kann. Das galt auch für die SPD-Bundestagskandidatin Bettina Lugk. Auch sie in Arbeitsklamotten und mit Schweißperlen auf der Stirn. Sie war aus Iserlohn angereist, um Hilfe anzubieten. Die wurde gerne angenommen. Schließlich gab es genug zu tun.

Manfred Gurk, der das kleine Team der Möbelbörse anleitet, hatte mit seinen Helfern in den Tagen zuvor gute Vorarbeit geleistet. Wasser und Schlamm waren am Freitag bereits weitgehend beseitigt. Was muss weg, was darf bleiben? Auch diese Fragen waren geklärt.

Container füllten sich im Nu

Nur wenige Teile haben den Wassereinbruch überstanden. Und so füllten sie am Freitag die Container im Nu. Auch am Samstag wurden nochmals zwei Container beladen. Unter dem Strich verließen schließlich fünf der riesigen Abfallbehälter den Hof der Möbelbörse.

Die Helferinnen und Helfer wurden gut verpflegt. Foto: Wolfgang Teipel

Brötchen und Sonnenblumen für alle

Belegte Brötchen, Erbsensuppe, Kuchen, Kaffee und andere Getränke – gespendet und herangeschafft von anderen Freiwilligen – den Helferinnen und Helfern fehlte es an nichts. Und weil sich die Sonne zwischenzeitlich etwas rar gemacht hatte, gab’s zum Abschluss der Aktion als kleinen sommerlichen Gruß für alle Helferinnen und Helfer Sonnenblumen.

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