Die SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari findet, dass das Geld aus dem Aufhol-Paket in der Kita Hellersen gut angelegt ist. Foto: Foto- und Bildstelle des Deutschen Bundestages

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Nach ein paar Wochen der Entspannung steigt mittlerweile die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus wieder an – dies gilt auch für Südwestfalen. Nur mit einer hohen Impfquote lässt sich eine vierte Corona-Welle im Herbst noch abmildern.

„Tag für Tag sehen wir, wie sich das Corona-Virus und die Deltavariante weiter ausbreiten. Diese Situation beunruhigt mich sehr”, sagt die hemische SPD-Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari. “Es erinnert mich stark an das letzte Jahr und was sich daraus im Dezember entwickelt hat, wissen wir leider nur zu gut. Daher müssen jetzt alle, die sich impfen lassen können, dies auch machen. Es ist genug Impfstoff vorhanden, teilweise droht dieser sogar zu verfallen. Die Angebote werden immer unkomplizierter und Termine sind schnell zu bekommen. Gerade vor geplanten Urlaubsreisen sollten diese Möglichkeiten verstärkt genutzt werden. Mein Appell richtet sich auch speziell an alle Eltern, Lehrer*innen, Busfahrer*innen und Erzieher*rinnen: Lassen sie sich jetzt bitte impfen, um die Kinder im Herbst und Winter zu schützen“, so Nezahat Baradari, Kinderärztin und Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis „Kreis Olpe – Märkischer Kreis I“ mit Betreuungswahlkreis Siegerland.

Die Corona-Fallzahlen seien in den vergangenen zwei Wochen immer weiter gestiegen. Gleichzeitig nehme das Impftempo überall im Land ab. Wurden vor wenigen Wochen laut Robert-Koch-Institut hochgerechnet noch etwa neun Personen pro Sekunde in Deutschland geimpft, seien es mittlerweile im Schnitt nur noch etwa fünf. Erst die Hälfte der Bevölkerung sei zweimal geimpft und dies reiche für eine sogenannte Herdenimmunität nicht aus.

„Mit hohen Infektionszahlen im Herbst und Winter steigt auch die Gefahr, dass es zu neuen Einschränkungen kommt. Die Auswirkungen auf das soziale Leben, speziell auf die Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie auf die Wirtschaft wären erneut enorm. Dies gilt es gemeinsam unter allen Umständen abzuwenden. Dafür bleibt noch genug Zeit, wenn wir jetzt beim Impfen wieder Fahrt aufnehmen. In diesem Zusammenhang halte ich die verlagerte Diskussion über eine generelle Kinderimpfung für nicht zielführend. Denn noch gibt es viel zu viele vor allem junge Erwachsene, die sich bisher nicht impfen lassen. Dort muss nun verstärkt durch Werbekampagnen und Aufklärung angesetzt werden. Eine sichere Impfung für Kinder und Jugendliche kann es erst geben, wenn dafür eine ausreichende medizinisch-wissenschaftliche Datengrundlage vorhanden ist. Der aufgebaute politische Druck auf die Ständige Impfkommission (STIKO) ist nicht korrekt. Und ebenso ist für mich ganz klar: Zeitnah muss die Kostenübernahme von Tests für Personen, die sich nicht impfen lassen wollen, beendet werden. Die Allgemeinheit darf nicht weiter indirekt die Impfverweigerung auch noch bezahlen. Dieses Geld ist in unseren Schulen und Krankenhäuser deutlich besser aufgehoben“, stellt die heimische Abgeordnete Nezahat Baradari abschließend klar.

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