Die Polizei rät: Gespräch sofort beenden und den Notruf wählen. Foto: pixabay.com

Meinerzhagen. (ots) Eine aufmerksame Bank-Mitarbeiterin verhinderte am Mittwoch vergangener Woche einen Trickbetrug und rettete so das Geld einer 85-jährigen Meinerzhagenerin. Wie die Polizei meldet, hatte sich ein angeblicher Enkel am Mittag am Telefon gemeldet. Er erzählte eine der üblichen Lügengeschichten: Er habe einen Unfall verursacht. Die Polizei habe ihm das Auto abgenommen und wolle nun auch noch seinen Führerschein beschlagnahmen. Deshalb brauche er sofort eine fünfstellige Geldsumme. Da die Seniorin nicht so viel Geld zu Hause hatte, sollte sie das Geld bei ihrer Bank abheben. Der Täter bestellte sogar ein Taxi für die „Oma“. Das rollte eine Viertelstunde später an. Die hilfsbereite und besorgte 85-Jährige Frau ließ sich zur Bank fahren und wollte dort Geld abheben. Die Bank-Bediensteten schöpften jedoch Verdacht und konnten ihre Kundin davon überzeugen, dass sie einem Betrüger aufgesessen ist.

Die Polizei warnt immer wieder vor dieser Betrugsmasche. Die Täter scheuen nicht davor zurück, umfangreiche, detaillierte Lügengeschichten zu spinnen. Oft eröffnen die Täter das Gespräch mit der Frage „Rat mal, wer hier ist?“ Je nachdem, welchen Namen die Opfer dann nennen, schlüpfen die Betrüger blitzschnell in die jeweilige Rolle. Immer kommt das Gespräch auf eine eilige Geldforderung. Mal ist es eine angeblich einmalige Gelegenheit, günstig eine Wohnung zu kaufen. Oder es geht noch dramatischer zu, wenn der Anrufer angeblich in Lebensgefahr ist oder sich von irgendwelchen Straftaten „freikaufen“ muss.

Wer sich einmal auf ein solches Gespräch einlässt, der wird die Täter so schnell nicht mehr los. Über Stunden und Tage werden die Opfer bearbeitet, verwirrt, bedroht und unter Druck gesetzt. Deshalb rät die Polizei, sich erst gar nicht auf das Fragespiel einzulassen. Wer etwas will, der soll sich mit seinem Namen melden. Rufen Sie die angeblichen Enkel unter der ihnen bereits bekannten Rufnummer zurück. Holen Sie sich Rat bei echten Freunden oder der echten Polizei.

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Betrüger suchen oft in den üblichen Telefonverzeichnissen nach älter klingenden Vornamen. Wer seinen Vornamen im Telefonbuch abkürzt und seine Adresse weglässt, der verringert die Gefahr solcher betrügerischen Anrufe. Bekannte oder Verwandte kennen die Nummer ohnehin.

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