Beim VHS-Vortrag von Dr. Pedro Morazán dreht sich am 31. Januar alles um das Thema Bananen. Foto: pixabay.com

Kierspe/Volmetal. Bananen sind die Hauptexportfrucht weltweit, mehr als ein Viertel der Gesamtproduktion wird in alle Welt exportiert und u.a. in den Industrieländern zu Billigpreisen angeboten. Bananen sind seit Jahrzehnten aber eine wichtige Einkommensquelle für Hunderttausende Familien in zahlreichen Entwicklungsländern. Was es mit dem krummen Ding aus dem Regenwald auf sich hat, das erklärt Dr. Pedro Morazán vim Südwind-Institut bei einer VHS-Veranstaltung am Mittwoch, 31. Januar. Sein Vortrag beginnt um 19 Uhr in der Gesamtschule Kierspe. Der Eintritt ist frei.

Die Lebensbedingungen von BananenproduzentInnen werden durch niedrige Exportpreise, schlechte soziale und ökologische Produktionsbedingungen, Wettbewerbskampf und eine Machtkonzentration entlang und insbesondere am Ende der Wertschöpfungskette negativ beeinflusst.

Schwierige Lebensbedingungen

Der SÜDWIND e.V. aus Bonn beschäftigt sich seit Jahren mit den Auswirkungen des Bananenhandels auf KleinproduzentInnen und PlantagenarbeiterInnen. Ansätze des Fairen Handels konnten eine Verbesserung der sozialen Lage bzw. der Lebensbedingungen bei einigen KleinproduzentInnen und Kooperativen in beiden Ländern herbeiführen. Jedoch hat sich grundsätzlich nur wenig geändert.

Aktionsbündnis nachhaltige Bananen

Immer noch ist die soziale Lage der meisten PlantagenarbeiterInnen in Mittel- und Südamerika prekär. Eine Aufwertung der Wertschöpfungskette zu Gunsten der PlantagenarbeiterInnen kann, neben der Einhaltung von sozialen und ökologischen Mindeststandards, mit Hilfe eines existenzsichernden Lohnes erreicht werden. Um Verbesserungen entlang der Wertschöpfungskette für Bananen zu erreichen beteiligt sich das Südwind-Institut am Aktionsbündnis  Nachhaltige Bananen (ABNB) in Deutschland.

Wissenschaftler aus Honduras

Dr. Pedro Morazán ist Volkswirt, gebürtiger Honduraner und arbeitet bei Südwind seit 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Im Laufe dieser Zeit hat er zahlreiche Evaluierungen und Partnerberatungen geleitet. Daneben hat er diverse Studien und Expertisen für verschiedene Auftraggeber wie das EU-Parlament, kirchliche Hilfswerke, politische Stiftungen und die Weltbank verfasst. Themenschwerpunkte waren dabei neben agrarischen Wertschöpfungsketten, Ressourcenschutz und nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftsförderung und Armutsbekämpfung.

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