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Verkehrszeichenplan B 236 Plettenberg Werdohl


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Plettenberg/Werdohl. Die Bundesstraße 236 zwischen Plettenberg und Werdohl ab 15. Juli bis voraussichtlich Ende November dieses Jahres gesperrt. Grund sind Tiefbauarbeiten des Gasnetzbetreiber Westnetz.

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Am Montag, 15. Juli, beginnt der Verteilnetzbetreiber Westnetz in Abstimmung mit den Städten Plettenberg und Werdohl sowie dem Märkischen Kreis mit einer umfangreichen Baumaßnahme zur Umstellung des Erdgasnetzes im Großraum Südwestfalen. Errichtet wird in Teindeln ein neuer Netzkopplungspunkt, der die bestehende Gashochdruckleitung der Open Grid Europe GmbH (OGE) mit der Hochdruckleitung des Verteilnetzbetreibers Westnetz neu verbindet. Dazu erfolgt der Neubau einer Gasdruckregel- und Messstation (GRDM-Station) und die Anbindung dieser Station an das bestehende Netz. Auf einer Länge von 1800 Metern entsteht in den kommenden zwei Jahren eine neue Leitungsanbindung von „In der Lothmecke“ bis zum Schieberkreuz in Teindeln.

Dafür wird die Bundesstraße 236 ab kommenden Montag, den 15. Juli, auf Höhe der Abzweigung „In der Lothmecke“ bis zum Möbelfachgeschäft Roller vollständig bis voraussichtlich Ende November 2019 gesperrt. Der Zugang zum Möbelfachgeschäft ist aber weiterhin aus Richtung Plettenberg gewährleistet.



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Für den Straßenverkehrsteilnehmer sind Umleitungen ausgeschildert und führen von Werdohl über Neuenrade, Küntrop, Langenholthausen, Amecke, Allendorf und Hüttebrüchen nach Plettenberg.

„Die Vollsperrung ist für die Realisierung dieses Projektes leider unumgänglich und wir möchten die Verkehrsteilnehmer und Anwohner im Vorfeld um Rück- und Nachsicht für die entstehenden Verkehrsbeeinträchtigungen bitten“, sagt Westnetz-Projektleiter Norman Halft und ergänzt: „Wir haben im Vorfeld geprüft, ob eine halbseitige Sperrung und eine einspurige Verkehrsführung möglich gewesen wäre. Die aus Sicherheitsgründen erforderliche Restfahrbahnbreite, um einen dauerhaft fließenden Verkehr gewährleisten zu können, war leider nicht gegeben. Somit war eine Vollsperrung unumgänglich.“

Neben der Leitungsverlegung in der B 236 und der Errichtung der GDRM-Station „In der Lothmecke“, die parallel dazu gestartet wird, sind für die Realisierung des Gesamtprojektes noch die Kreuzungen der Bahnstrecke und der Lenne sowie eine Schieberstation in Teindeln für die Anbindung an das vorhandene Leitungssystem der Westnetz zu errichten. Die bautechnische Umsetzung des Projektes wird voraussichtlich Ende 2020 fertiggestellt sein.

Hintergrund: Marktraumumstellung L-/H-Gas

  • In Deutschland wird die sichere, verlässliche sowie ökonomische Erdgasversorgung mit zwei Gasarten unterschiedlicher Herkunft seit Jahrzehnten gewährleistet. Dabei wird zwischen Erdgas-L (Low caloric gas) mit einem geringeren Methangehalt und Erdgas-H (High caloric gas) mit einem höheren Methananteil unterschieden. Aufgrund dieser verschiedenen Gaszusammensetzungen werden die beiden Gasarten in getrennten Leitungssystemen bis zum Kunden transportiert.
  • Der kontinuierliche Rückgang der L-Gasaufkommen in Deutschland sowie in den Niederlanden ist der Grund für die notwendige Umstellung des Gasnetzes von Erdgas-L auf Erdgas-H, der sogenannten Marktraumumstellung.
  • Seit Jahrzehnten werden bereits Millionen von Kunden mit Erdgas-H in Deutschland beliefert. Die hohen nachgewiesenen Reserven erlauben auch in Zukunft eine verlässliche Erdgasversorgung für alle Kunden.
  • Um die Versorgung mit Erdgas in den L-Gas-Markträumen aufrecht erhalten zu können, haben alle betroffenen Gasnetzbetreiber in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur einen Ausbauplan für das deutsche Gasnetz entwickelt. Die schrittweise, regionale Umsetzung dieses Netzentwicklungsplans Gas (NEP Gas) erfolgt bereits ab dem Jahr 2015.
  • Die Westnetz ist daher aufgefordert, für die Gasumstellung in der Region Südwestfalen einen neuen Einspeise-Knotenpunkt im Raum Werdohl, in enger Kooperation mit dem vorgelagerten Netzbetreiber Open Grid Europe (OGE) zu errichten.

Quelle: Pressemitteilung der Westnetz

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