Im Anschluss an die Ehrungen versammelten sich die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, Funktionäre und Ehrenamtliche zum Gruppenbild. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Iserlohn/Märkischer Kreis. (pmk) Zwei Jahre lang musste die Sportlerehrung pandemiebedingt pausieren. Nun war es endlich wieder soweit: Herausragende Sportlerinnen und Sportler, Funktionäre und Ehrenamtliche wurden in der Hemberg-Sporthalle in Iserlohn ausgezeichnet. Die Ehrungen nahmen Landrat Marco Voge und Günther Nülle, Vorsitzender des Kreissportbundes, vor.

„Die Pandemie hat uns allen und damit auch den 550 Sportvereinen im Märkischen Kreis mit den zahlreichen, engagierten Vereinsmitgliedern viel abverlangt. Sportveranstaltungen, Vereinsfeste oder gesellschaftliche Zusammenkünfte, die das Vereinsleben in unserer Region prägen, mussten abgesagt oder auf das absolute Minimum reduziert werden. Umso großartiger ist es, dass endlich wieder aktiv und in Gemeinschaft Sport betrieben werden kann. Vielen Dank an alle Ehrenamtlichen, an alle Funktionäre und selbstverständlich an die Sportlerinnen und Sportler, die ihren Vereinen in dieser schwierigen Zeit die Treue gehalten haben. Mehr noch: Sie engagieren sich mit Herzblut für einen wichtigen Teil des gesellschaftlichen Lebens“, lobte Landrat Marco Voge bei der Begrüßung anlässlich der Sportlerehrung in der Hemberg-Sporthalle in Iserlohn.

Angepasste Trainingformen

Kein Wunder also, dass aufgrund der Pandemie die Zahl der zu ehrenden Sportlerinnen und Sportler gesunken ist, ergänzte Günther Nülle, Vorsitzender des Kreissportbundes, in seinem Grußwort. Insgesamt haben 128 Sportlerinnen und Sportler in den Jahren 2020 und 2021 Medaillen und Urkunden errungen. Dafür entwickelten sie gemeinsam mit ihren Trainerinnen und Trainern immer wieder neue, an die Corona-Schutzverordnungen angepasste Trainingsformen. Wettkämpfe fanden, wenn überhaupt, zum Teil nur im kleinen Rahmen statt oder wurden dezentral ausgetragen. „Umso größer ist daher mein Respekt und meine Hochachtung für Eure Leistungen, die Ihr unter diesen widrigen Umständen erbracht habt. Ihr könnt darauf sehr stolz sein. Ihr seid für viele junge Nachwuchssportlerinnen und Sportler ein wichtiges Vorbild“, hob Günther Nülle hervor.

Anzeige

„Sport hat hohe Integrationsfähigkeit“

Mit den Geflüchteten aus der Ukraine komme nun die nächste große Herausforderung auf die Vereine zu. „Viele Sportvereine initiieren Hilfs- und Spendenaktionen oder kümmern sich um die Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind“, sagte Nülle. Und Landrat Marco Voge ergänzte: „Sport hat eine hohe Integrationsfähigkeit. Nirgendwo anders kommen sich Menschen so schnell näher wie bei Sport und Spiel. Die schönste Nebensache der Welt ist ein gemeinsamer Nenner für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Nationalität und Profession.“ Daher war es dem Landrat ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit Günther Nülle die Anerkennung für die ausgezeichneten sportlichen Leistungen der vergangenen zwei Jahre auszusprechen. „Die Auszeichnung ist das verdiente Ergebnis Ihrer durch Training und großen Einsatz erreichten Ziele.“

Acht Mannschaften aus fünf Vereinen geehrt

Für ihre Mannschaftsleistungen wurden acht Mannschaften aus fünf Vereinen ausgezeichnet. Der Reitverein Altena erzielte im Bereich Voltigieren und Pas de Deux jeweils den ersten Platz bei den Westfälischen Meisterschaften. Team 1 erkämpfte sich zudem den zweiten Platz beim Internationalen Turnier in Schweden. Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes sicherten sich im Pas des Deux den ersten Platz beim internationalen Turnier in Le Mans.

Im Inline-Skater-Hockey holte die Schülermannschaft des I.H. Samurai Iserlohn e.V. die Meisterschaft in der 2. Schüler-Liga 2021 und die Jugend-Mannschaft erzielte die Meisterschaft in der 2. Jugend-Liga. Die U-14 Schachmannschaft der Schachvereinigung Plettenberg wurde Vizemeister bei den NRW-Jugendmeisterschaften. Jeweils den dritten Platz beim Deutschland-Cup im DTB-Dance ertanzten sich die Kleingruppe „Possible“ und die Mannschaft „Beyond“ des TuS Meinerzhagen. Die männliche Handball-B-Jugend des HSV Plettenberg/Werdohl wurde Verbandsligameister der Saison 2019/2020.

Urkunden für elf Einzelsportlerinnen und Sportler

Insgesamt elf Einzelsportler freuten sich über Urkunden des Märkischen Kreises. Herausragend wieder die Leistungen im Fujunakaniwa-Karate beim Lüdenscheider TV 1861: Klaus Winterhoff gewann die Europameisterschaft (Altersklasse 50 plus), Melanie Venus wurde Europameisterin und Jan Isaak Vize-Europameister. Stark auch die Schwimmerinnen und Schwimmer: Dominik Peter vom SSG Altena 08/47 wurde Deutscher Meister der Masters in der Altersklasse über 45 Jahre über 100 Meter Brustschwimmen. Eva Hoffmann holte den dritten Platz bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Altersklasse 45 über 50 Meter Brust. Beim SG Essen wurde Leon-Frederik Schmidt Deutscher Jahrgangsmeister über 50 Meter Brustschwimmen und Deutscher Vize-Meister über 100 Meter Brust.

Aus dem Schachverein Hemer kommt die Deutsche Schach-Meisterin Carmen Voicu-Jogodzinsky. Bei der Kartslalom-Jugendmeisterschaft des ADAC Westfalen belegte Yannik-Louis Bohmann aus der ADAC-Jugendgruppe AC Lüdenscheid den ersten Platz in der Gesamtwertung der Klasse 5. Jolina Ossenberg-Engels vom Reiterverein Altena sicherte sich im Voltigieren den ersten Platz bei den Westfälischen Meisterschaften. In der Altersklasse 55 errang Dirk Maximowitz vom LG Halver-Schalksmühle den dritten Platz bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften im Speerwurf. Aus dem Kanu-Segel-Club Hemer ersegelte sich Janis Meyer den ersten Platz bei der Landesmeisterschaft in der RS Aero-Lasse 2020 und 2021.

Sportabzeichenträger geehrt

Besonders am Herzen lagen Marco Voge und Günther Nülle auch die Ehrungen der Sportabzeichenträger. Über Gold (55 x) freute sich Hans-Peter Looser aus Hemer. Inge Göbel aus Lüdenscheid, Josef Dolle aus Neuenrade und Hans-Werner Herr aus Werdohl nahmen Urkunde und Abzeichen für Gold mit der Zahl 50 aus den Händen von Günther Nülle und Marco Voge entgegen. Gold mit der Zahl 45 erreichten Bernhard Lucks aus Halver, Helmut Neumann aus Iserlohn, Ursula Kromer aus Lüdenscheid und die Plettenberger Hans-Georg Montag und Friedhelm Führt. An Alice Dolle aus Menden, Ursula Ebert aus Werdohl, Bernhard Diller aus Halver und Gerhard Laurenzis aus Lüdenscheid ging Gold mit der Zahl 40.

Verdienste im Ehrenamt: Roland Janson geehrt

Für seine Verdienste im Ehrenamt wurde Roland Janson (Stadtsportverband Altena) vom Landrat Marco Voge und dem KSB-Vorsitzenden Günther Nülle ausgezeichnet. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Für seine Verdienste im Ehrenamt wurde dieses Jahr Roland Janson vom Stadtsportverband Altena ausgezeichnet. Seit 1983 ist der ehemalige Handballer Schiedsrichter; seit 1993 Schiedsrichterlehrwart im Märkischen Kreis und später Schiedsrichterwart im damaligen Süd-Bezirk. Mit seinem Partner Wolfgang Ruth leitete er Partien in der Regionalliga. Von 1991 bis 2005 hatte er zusammen mit Horst Rücker auch Einsätze bis zur Oberliga. Bis heute ist er als Zeitnehmer tätig und unterstützt die Handball-Abteilung der TS Evingsen als Schatzmeister. Seit 2016 arbeitet Janson ehrenamtlich unter anderem als Schiedsrichterlehrwart im Handball-Verband Westfalen, als Männerspielwart im Handballkreis Lenne-Sieg und als Pokalspielleiter des Handballkreises. Bereits 1995 erhielt der Sportler das Kreisehrenzeichen des Kreises Lüdenscheid. 2006 folgte die Silberne Ehrennadel des Westdeutschen Handballverbandes und 2015 die Goldene Ehrennadel des Handball-Verbandes Westfalen.

Unterhaltsames Rahmenprogramm

Landrat Marco Voge dankte der Stadt Iserlohn mit ihrem Sportbüro um Christian Kissmer und seinen Mitarbeitern sowie den vielen Helferinnen und Helfern des heimischen Basketballvereins (Iserlohn Kangaroos), die wieder für die Verpflegung sorgten. Viel Lob ernteten Christiane Gütting und Kerstin Schell vom Märkischen Kreis für die Organisation der Veranstaltung und das tolle Rahmenprogramm. Noah Chorny erheiterte das Publikum mit seiner Comedy-Akrobatik. Mit seiner Showeinlage bot der TuS Meinerzhagen einen Einblick in sein Leistungsspektrum „Gymnastik und Tanz“. Die Moderation übernahm Rudi Müllenbach.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here