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Firdensgruppe und Ge-Denk-Zellen laden zur Ausstellung in den Museen der Stadt Lüdenscheid ein. Foto: Pixabay

Lüdenscheid. 1991 begründeten Taganrog in Russland und Lüdenscheid ihre Partnerschaft, um die Ost-West-Beziehungen zu verbessern. Seitdem tragen besonders das Bergstadtgymnasium mit der Hochschule für Verwaltung und die Gesamtschule mit der Tschechow-Hochschule zum Austausch und zur Verständigung bei. Jährlich im Wechsel besuchen Schüler und Studenten mit ihren Lehrern und Dozenten die Partnerstadt.

Freundeskreis Lüdenscheid-Taganrog

In den frühen Jahren waren auch der Freundeskreis Lüdenscheid-Taganrog und die Berufskollegs am Raithelplatz beteiligt und aktuell sind es auch der Ge-Denk-Zellen Verein und die Friedensgruppe Lüdenscheid. Auf Anfrage des Rektors der Tschechow-Universität vor drei Jahren an die Friedensgruppe Lüdenscheid begann die Erforschung der ca. 27.000 Taganroger Zwangsarbeiterschicksale aus der Sicht der beiden Partnerstädte.

Vor zwei Jahren reisten die Friedensgruppe und Mitglieder des Ge-Denk-Zellen-Vereins nach Taganrog und unterschrieben den Vertrag, eine gemeinsame russisch-deutsche Ausstellung bis 2020 auszuarbeiten und zuerst in Taganrog und dann in Lüdenscheid zu zeigen. Sie sollte den Titel tragen „Dialog der Erinnerungen für den Frieden“. (Bericht siehe http://www.friedensgruppe-luedenscheid.de/neu_aktiv_2018_05_Taganrog.html)

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2019 war die Delegation aus Taganrog auf Einladung der Friedensgruppe und des Ge-Denk-Zellen-Vereins zu einem Arbeits- und Forschungsbesuch in Lüdenscheid, um in vielen Archiven zwischen Münster und Arolsen Dokumente auswerten zu können. (Bericht siehe http://www.friedensgruppe-luedenscheid.de/neu_aktiv_2019_05_Taganrog.html)

Ausstellung in den Museen der Stadt Lüdenscheid

Nun kam die Corona-Pandemie dazwischen. Dadurch wurden Reisen unmöglich und die Nutzung der Archive schwierig. Dennoch wurden je 16 russisch-deutsche Rollups für die gleiche Ausstellung in beiden Partnerstädten erarbeitet, die am Freitag, 4. September, um 16.00 Uhr in den Museen der Stadt Lüdenscheid am Sauerfeld und zeitgleich in der Bibliothek der Hochschule in Taganrog von Bürgermeister Dieter Dzewas und City Manager Andrey Lisitsky eröffnet wird. Dies geschieht über eine internationale Videokonferenz zwischen den Partnerstädten.

Vom 12. bis 27. September ist die Ausstellung in den Museen der Stadt mittwochs bis sonntags zu sehen. Anschließend werden die beteiligten Schulen gebeten, sie zu zeigen.

Die Teilnehmerzahl für die Eröffnungsveranstaltung ist auf Grund der aktuellen Situation leider beschränkt. Es ist daher eine Anmeldung unter info@friedensgruppe-Luedenscheid.de oder unter 02351 25138 erforderlich.

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