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Reinhard Schmidhagen in seinem Atelier, Marburg 1944 © Kunstmuseum Bochum, Nachlass Schmidhagen

Lüdenscheid. (PSL) Bereits am 15. März sollte die Ausstellung zum Werk des 1945 verstorbenen Reinhard Schmidhagen eröffnet werden. Die brisante Situation der sich ausbreitenden Corona-Pandemie ließ dies nicht zu. Ab 6. Mai können nun die eindrucksvollen Holzschnitte und Gemälde des 1914 in Schalksmühle geborenen Künstlers unter den allgemein geltenden Schutzmaßnahmen den Besuchern präsentiert werden.

Das Kunstmuseum Bochum als Hauptleihgeber, aber auch das Käthe Kollwitz Museum Köln und weitere private Leihgeber haben dankenswerterweise der Leihfrist-Verlängerung zugestimmt. Möglich wurde diese außergewöhnliche Ausstellung aufgrund einer interkommunalen Zusammenarbeit auf kultureller Ebene: der Gemeinde Schalksmühle und der Stadt Lüdenscheid.

Schmidhagen und Guernica

Die Weltöffentlichkeit und auch der junge Schmidhagen wurden 1937 mit einem Ereignis konfrontiert, welches dessen zukünftige künstlerische Arbeit immens beeinflussen sollte: die Bombardierung der baskischen Stadt Guernica durch die Kampfflugzeuge der nationalsozialistischen Legion Condor. Hunderte Menschen starben in den Trümmern. Guernica wurde zum Sinnbild der menschenverachtenden Kriegsführung. Im weltweiten Gedächtnis blieb Guernica durch ein Gemälde des Spaniers Pablo Picassos, das wenige Wochen nach dem Angriff in Paris auf der dortigen Weltausstellung im spanischen Pavillon gezeigt wurde.

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Und auch der zu diesem Zeitpunkt erst 23 Jahre alte Reinhard Schmidhagen gibt seiner künstlerischen Anklage auf dieses Ereignis den Titel Guernica. Diese achtteilige Holzschnittfolge, weitere Grafiken und Gemälde Schmidhagens, Käthe Kollwitz und Pablo Picassos sind bis Ende Juli in den Museen der Stadt Lüdenscheid zu sehen.

Best-of Paul Wieghardt

Und auch Paul Wieghardt ist noch nicht ganz aus den Räumen der Galerie verschwunden. Die vorzeitige Schließung der Paul-Wieghardt-Ausstellung machte es zwar notwendig, dass alle Leihgaben und weiteren Exponate aus der Städtischen Sammlung wieder zurückgeführt wurden. Jedoch ist im sogenannten Forum der Galerie weiterhin eine repräsentative Auswahl an Wieghardt-Werken zu sehen: „Best of – Paul Wieghardt“ gibt einen Überblick für alle diejenigen, welche die Ausstellung nicht besuchen konnten oder Paul Wieghardt in lebendiger Erinnerung halten wollen.

 

Öffentliche Führungen oder geplante Sonderveranstaltungen können aufgrund der aktuellen Situation leider nicht angeboten werden. Das Team der Museen hofft jedoch, bald wieder mit  den Besucherinnen und Besuchern auch ‚vor den Exponaten‘ ins Gespräch kommen zu dürfen.

 

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