Alina Bartenstein absolviert im Messingwerk Plettenberg die Ausbildung zur Elektronikerin. Dabei wird sie z.B. von Vasilios Papadopoulos (Mitte) und Jörn Hoffmeister begleitet. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. „Wir haben für 2018 noch je eine Ausbildungsstelle für Elektroniker und Industriemechaniker unbesetzt“, berichtet Dr. Jan Lindemann, Geschäftsführer des Messingwerks Plettenberg, beim Besuch von Bürgermeister Ulrich Schulte, den Arbeitsagentur-Vertretern Carsten Plate und Arthur Weiss. In der Woche der Ausbildung wird die Werbetrommel für die betriebliche Ausbildung gerührt.

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Mehr freie Stellen als Bewerber

In der Statistik der Agentur für Arbeit Iserlohn stehen aktuell mehr freie Ausbildungsstellen als Bewerber. „In Plettenberg haben wir statistisch 1,6 freie Stellen pro Bewerber“, stellt Carsten Plate vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur fest. Die Unternehmen hätten diese Zeichen der Zeit erkannt und steigerten ihre Bemühungen zur Sicherung des Facharbeiternachwuchses. So sei die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Prozent gestiegen.

Das Messingwerk Plettenberg habe von je her einen hohen Ausbildungsanteil, erklärt Dr. Jan Lindemann. Der Anteil der Auszubildenden an der Gesamtmitarbeiterzahl (derzeit rund 140) liege bei acht Prozent.

Das Menschliche muss passen

„Wir bilden in den Berufen Elektroniker/in, Industriemechaniker/in für Betriebstechnik, Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie sowie Industriekaufmann/-frau aus“, zählt Jörn Hoffmeister von der Personalleitung des Messingwerks auf. Um einen Ausbildungsvertrag zu bekommen, sei weniger das gute Schulzeugnis ausschlaggebend. „Wir schauen uns die Leute genau an. Es muss vor allem menschlich passen. Das Fachliche können wir in der Ausbildung verbessern“, sagt Jörn Hoffmeister.

Tipp sowohl der Verantwortlichen beim Messingwerk als auch der Fachleute von der Arbeitsagentur: Elektroniker sind gesuchte Leute. „Da winken Topverdienste und Karrierechancen“, bringt es Jörn Hoffmeister auf den Punkt. „Wer sich für die Ausbildung im Messingwerk interessiert, kann auch kurzfristig in den Osterferien ein Praktikum bei uns machen.“

Kein Problem: Frau im technischen Beruf

Den Reiz des Berufs Elektronikerin bestätigt auch Alina Bartenstein. Die junge Frau ist im zweiten Ausbildungsjahr. „Wir führen Reparaturen vom Schalter bis zu den hochkomplexen Anlagen im Betrieb durch. Das Arbeitsklima ist super“, versichert sie glaubhaft. Sie hatte vorher schon die Ausbildung zur Hotelkauffrau absolviert, bereut den Schritt in die Industrie nicht. „Ich fühle mich sehr wohl hier.“

Geschäftsführer Dr. Jan Lindemann führte Bürgermeister Ulrich Schulte und Carsten Plate vom Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur (von links) durch die Produktion des Messingwerks Plettenberg. Foto: Bernhard Schlütter

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