Sparkassenvorstand Kai Hagen (5. von links) überbrachte den Scheck für die weitere Arbeit der Ausbildungspaten. Frank Theurer, Silke Deimel, Beatrix Geiger (Ausbildungspaten), Silke Corswandt und Iris Jänicke freuen sich über die Unterstützung durch die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis. Bürgermeister Ulrich Schulte (4. von links) hatte den Kontakt zur Sparkasse vermittelt. Foto: Wolfgang Teipel

Plettenberg. Beatrix Geiger hat lange mitgefiebert. Jetzt ist sie erleichtert. Ihr Schützling hat den Hauptschulabschluss geschafft. Ganz allein wäre das Mädchen, das im nächsten Schuljahr das Gertrud-Bäumer-Kolleg besuchen wird, höchstwahrscheinlich gescheitert. Ein schöner Erfolg für Beatrix Geiger und das Projekt „Ausbildungspaten“ der Freiwilligenzentrale im Diakonischen Werk des Kirchenkreises Lüdenscheid Plettenberg.

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Berufs- und Lebenserfahrung

Die Ausbildungspaten sind eine Brücke zwischen den Generationen. Sie helfen Jugendlichen, bei denen der Übergang von der Schule ins Berufsleben schwierig zu werden droht. Die Patinnen und Paten betreuen jeweils eine Schülerin oder einen Schüler. Mit ihrer Berufs- und Lebenserfahrung ermöglichen sie ihren Schützlingen einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

Sparkasse spendet 3.500 Euro

Dieses Konzept hat auch die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis überzeugt. Vorstandsvorsitzender Kai Hagen überbrachte Projektleiterin Silke Corswandt kürzlich einen Scheck über 3.500 Euro. „Mit diesem Geld ist sichergestellt, dass wir das Projekt Ausbildungspaten jetzt für zwei Jahre fortführen können“, freute sich Silke Corswandt bei der Scheckübergabe.

Mittel aus der Sparlotterie

Die finanziellen Mittel stammen aus der Sparlotterie der Sparkassen. Gemäß dem Motto „An sich und andere denken“ spart der Lotterieteilnehmer Geld an und sichert sich die Chance auf attraktive Gewinne. Zugleich unterstützt er mit einem Teil des Geldes gemeinnützige Einrichtungen. Im Geschäftsgebiet der Sparkasse im Märkischen Kreis flossen 2017 so rund 150.000 Euro für soziale Zwecke.

Projekt besteht seit 2014

Iris Jänicke, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, ist erleichtert. „Jetzt haben wir Geld in der Hand, um das Projekt Ausbildungspaten zu stärken“, sagte sie. Die Eigenmittel des Diakonischen Werkes reichten für die zahlreichen Aktivitäten einfach nicht aus.

Das Projekt Ausbildungspaten besteht seit 2014.  Kooperationspartner sind die Freiwilligenzentrale, die Zeppelinschule Plettenberg als Gemeinschaftshauptschule im erweiterten Ganztag und das Kompetenzzentrum Berufsorientierung Plettenberg (KBOP). Das Ziel soll die Chancengleichheit von Jugendlichen verbessern, Ausbildungsabbrüche verhindern, ein Beitrag zur Annäherung von Jung und Alt sein und zur Lebensbereicherung durch passendes ehrenamtliches Engagement beitragen.

Koordination über die Freiwilligenzentrale

Bei Beatrix Geiger, Silke Deimel und Frank Theurer passt alles zusammen. Sie sind drei von zurzeit zehn Ausbildungspaten. „Wir spenden Zeit, Ideen, Erfahrung und auch Nerven“, sagt Beatrix Geiger und deutet damit an, dass die Patenschaft nicht immer ein leichter Job ist.

Die Koordination des Projektes läuft über die Freiwilligenzentrale. Sie begleitet die Ausbildungspaten bei ihrer Arbeit. Sie ist für alle Fragen rund um das Projekt zuständig und bereitet interessierte Patinnen und Paten an zwei Fortbildungsnachmittagen auf ihre Tätigkeit vor. Zudem organisiert die Freiwilligenzentrale regelmäßige Teamtreffen, bei denen die Paten ihre Erfahrungen austauschen können.

Es werden noch Freiwillige gesucht

Es werden dringend weitere Freiwillige gesucht, die sich als Ausbildungspaten für Jugendliche stark machen möchten.

Interessierte können sich beim Diakonischen Werk Lüdenscheid-Plettenberg, Freiwilligenzentrale, Silke Corswandt, Telefon 02391 954030 oder unter freiwilligenzentrale@diakonie-plbg.de melden.

 

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