TEILEN
Auf den Hund gekommen: Hundekotbeutel
Cartoon: Stefan Bayer/pixelio.de


↑ Anzeige | Eigene Anzeige schalten

Plettenberg. Nicht zum ersten Mal weist die Stadtverwaltung auf die Verpflichtung von Hundebesitzern hin, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu beseitigen.

Nicht nur privaten Grundstückseigentümern sind sie ein Gräuel, auch die Öffentlichkeit leidet unter ihnen: Die Exkremente von Hunden sind regelmäßig ein Thema, das für viel Aufregung sorgt. Ob Gehweg, Spielplatz oder Grünanlage, nirgendwo scheint man vor den unappetitlichen Hinterlassenschaften sicher zu sein.

Bahnhofsumfeld besonders betroffen

Aktuell sei vor allem das Bahnhofsumfeld stark von Hundekot-Verunreinigungen betroffen, worunter nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes leiden müssen, berichtet die Stadtverwaltung. Wer als Spaziergänger offenen Auges durch die Welt geht, kann den unliebsamen „Tretminen“ vielleicht noch ausweichen, doch manch einer ist gezwungen, sich dienstlich mit ihnen zu beschäftigen.



Anzeige | Eigene Anzeige schalten



Stadtgärtner sind dem Dreck ausgesetzt

Insbesondere die Stadtgärtner/innen haben ihre Last mit den ekelerregenden und zudem noch gesundheitsschädlichen tierischen Abfällen. Im Bestreben, das Stadtbild durch kontinuierliche Grünpflege positiv zu fördern, sind sie mit ihren Gerätschaften wie Rasenmähern und Freischneidern dem Dreck regelmäßig ausgesetzt.

Öffentliche Grünflächen sind keine Hundetoiletten

Diese Stationen mit kostenlosen Hundekotbeuteln befinden sich an vielen öffentlichen Plätzen und Wegen in Plettenberg. Foto: Bernhard Schlütter

Für viele verantwortungsvolle Hundebesitzer ist es heute schon eine Selbstverständlichkeit, die in Spendern angebotenen oder die für kleines Geld selbst erworbenen Plastikbeutel zu verwenden. Lang vorbei sind die Zeiten, in denen das Einsammeln des Kots zum Teil noch „hinter vorgehaltener Hand“ geschah. Heute ist es eher „en vogue“, mit Gelassenheit zu tragen, was nun einmal unvermeidlich ist – bis zum nächsten Mülleimer.

Dennoch scheint die Botschaft, dass öffentliche Grünflächen oder Wege keine Hundetoiletten sind, noch nicht bei jedem Hundeliebhaber angekommen zu sein. Gleiches gilt für großflächige Wiesen, die in aller Regel von deren Eigentümern zur Gewinnung von Tierfutter genutzt werden.

Der altbekannte, dennoch nicht minder unzutreffende Spruch „Dafür zahle ich doch Hundesteuer!“ darf dabei gern als Irrglaube aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht werden. Eine Verbindung zwischen Hundekot und -steuer besteht selbstredend nicht.

Bußgeld von 35 bis 100 Euro droht

Daher bittet die Stadt Plettenberg alle „Gassigänger“ – im Sinne eines gedeihlichen Zusammenlebens von Mensch und Tier in der Vier-Täler-Stadt – das mitzunehmen, was ihr Tier unter sich gelassen hat. Denn wohlgemerkt ist das verrichtete Geschäft nicht das Verschulden des Hundes, seine Beseitigung wohl aber Zeichen des Anstands der ihn begleitenden Person.

Zudem ist es auch gesetzliche Pflicht. Deren Missachtung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, deren verstärkte Kontrolle sich das städtische Ordnungsamt, Sachgebiet Straßenverkehr und Umwelt, auf die Fahne geschrieben hat. In diesem Sinne wird dazu aufgerufen, einen Beitrag zur Sauberhaltung der Stadt Plettenberg zu leisten und gar nicht erst ein Bußgeld von 35 bis 100 Euro zu riskieren.

Wir brauchen Dich, um die Zukunft von TACH! zu sichern. Bitte mach mit! Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here