Jesidische Fluechtlinge haben Zuflucht im Flüchtlingscamp Sharia in der Naehe von Duhok gefunden. (c) 2015 Frank Schultze / Zeitenspiegel

Hagen. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigt das Junge Museum im Osthaus Museum in Kooperation mit der Diakonie Mark-Ruhr vom 12. bis 24. März die Wanderausstellung „Auf der Flucht – Frauen und Migration“.

Weltweit ist etwa die Hälfte aller Flüchtlinge Mädchen und Frauen. Jene, die ihre Heimat verlassen müssen, gehen einen Weg voller Grausamkeit, Gewalt und Diskriminierung. Die Ausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ präsentiert das Werk von neun Fotografinnen und Fotografen, die sich selbst auf die Reise begeben haben, um sich mit dem Schicksal der Frauen zu beschäftigen.

Die Wanderausstellung schlägt einen weiten Bogen. Sie erzählt von Frauen, die in der Heimat zurückgeblieben sind, sich auf der Flucht befinden oder Asyl gefunden haben in einem fremden Land. Sie schildern den Alltag in den Flüchtlingslagern und die schwierige Suche nach einem neuen Zuhause. Oft sind es die Frauen, die am wenigsten zu verlieren haben und am meisten zu gewinnen.

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Der fränkische Fotograf Heiko Roith beispielsweise wollte wissen, woher die Asylbewerber stammen, und begab sich mit schusssicherer Weste und Leibwächter nach Syrien. Seine Begegnungen mit Frauen hat er in eindrucksvollen Bildern festgehalten. Die Fotografin Sonja Hamad wiederum stammt selbst aus Syrien. Sie porträtiert kurdische Frauen, die sich dem traditionellen patriarchalischen System verweigern – und stattdessen für ihre Freiheit kämpfen.

Die Schau entstand im Rahmen des Martin-Lagois-Fotowettbewerbs 2016. Die Ausstellung soll zur Diskussion anregen und den Dialog befördern.

Frauen*Salon im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus

Am Dienstag, 15. März,  findet im Jungen Museum des Osthaus Museums von 18.30 bis 20 Uhr ein Frauen*Salon statt. Die Veranstaltung richtet sich explizit an Frauen und Menschen, die sich als weiblich identifizieren. Der Frauen*Salon soll ein Ort sein zum Austausch über die Themen der Ausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“ im Jungen Museum des Osthaus Museums.

Zu Beginn des Abends stellt ein Filmbeitrag der Kuratorin Rieke C. Harmsen ausgewählte Werke der beteiligten Fotograf*innen Erol Gurian, Emine Akbaba und Heiko Roith vor. Im weiteren Verlauf können die Anwesenden sich über ihre persönliche Sicht auf die Phasen des Fortgehens und Ankommens austauschen. Der Abend wird begleitet von musikalischen Beiträgen der Hagener Musikerin Petra Held.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Kulturbüros Hagen sowie des Jungen Museum im Osthaus Museum mit der Diakonie Mark-Ruhr, den Integrationsagenturen der AWO Hagen-MK und dem Caritasverband Hagen e.V.. Sie findet im Rahmen der vom Kommunalen Integrationszentrum organisierten Internationalen Woche gegen Rassismus in Hagen statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich bei der Integrationsagentur der Diakonie Mark-Ruhr Heike Spielmann, Tel.: 02331 306462035, e-mail: heike.spielmann@diakonie-mark-ruhr.de.

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