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Grafik: Agentur für Arbeit

Märkischer Kreis. Die Arbeitslosigkeit sinkt im Märkischen Kreis erneut. Insgesamt waren 17.649 Personen im Oktober 2020 im Märkischen Kreis arbeitslos gemeldet, 487 Personen weniger im Vergleich zum Vormonat.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Oktober 2020 gesunken. Insgesamt waren 17.649 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 487 Personen oder 2,7 Prozent weniger. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 3.248 Personen bzw. 22,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Oktober 7,8 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,3 Prozent (+1,5 Prozentpunkte).

Entwicklung Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung wurden in diesem Monat 6.968 Personen gezählt. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 371 Personen bzw. -5,1 Prozent verringert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 1.955 Personen oder 39,0 Prozent.

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Entwicklung Grundsicherung

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 16.301 Bedarfsgemeinschaften 21.942 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen ermäßigte sich im Oktober um weitere 116 auf 10.681 Personen (- 1,1 %). „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist auf Abgänge in Erwerbstätigkeit und auf Abgänge in Qualifizierungsmaßnahmen zurückzuführen“, erläutert Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis und führt weiter aus: „Neben diesen Rückgängen ist aber auch gleichzeitig ein vermehrter Zugang an Arbeitslosen zu verzeichnen, deren Leistungsanspruch aus der Arbeitslosenversicherung ausgelaufen ist und die nunmehr auf Grundsicherungsleistungen des Jobcenters angewiesen sind“.

Kurzarbeit

Aktuelle Hochrechnungen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit im Märkischen Kreis zeigen, dass im Juni 39.591 Personen Kurzarbeitergeld in 2.323 Betrieben bezogen haben. Im Krisenjahr 2009 waren im Vergleich hierzu im Juni 909 Betriebe und 21.355 Personen betroffen.

Erste Hochrechnungen zur Branchenbetroffenheit zeigen, dass im Agenturbezirk Iserlohn – wie in ganz Südwestfalen – das verarbeitende Gewerbe am stärksten von Kurzarbeit betroffen ist. Hier werden mit Abstand die meisten Beschäftigten in realisierter Kurzarbeit verzeichnet. Dies erklärt sich zum einen aufgrund des ohnehin starken lokalen Schwerpunktes im produzierenden Gewerbe, zum anderen ist diese Branche besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen, da deren Auswirkungen besonders tief in die Lieferketten gedrungen sind und somit vermutlich eine schnelle wirtschaftliche Erholung erschweren.

Arbeitskräftenachfrage

Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Iserlohn und des Jobcenters Märkischer Kreis wurden im Oktober 882 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 55 weniger als im Vormonat. Im Bestand befinden sich insgesamt 3.571 offene Stellen, 1.419 weniger als im Vorjahresmonat.

Ausblick

„Wir spüren eine saisonübliche leichte Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt“, fasst Sandra Pawlas zusammen. Die Arbeitslosigkeit sinkt im aktuellen Monat erneut, aber die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind weiterhin extrem spürbar. So liegt die Arbeitslosigkeit deutlich über dem Vorjahr und auch das Niveau der Stellenmeldungen ist wesentlich geringer.

„Wie sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Wochen und Monaten darstellen wird, ist auf Grund des aktuellen Infektionsgeschehens und möglichen Eindämmungsmaßnahmen völlig offen. Klar ist: In unserer Region werden weiterhin Fachkräfte gesucht! Es wird in den kommenden Monaten entscheidender denn je, Menschen über Qualifizierung in Arbeit zu bringen. Dabei möchte ich noch einmal unterstreichen: Qualifizierung ist auch während Kurzarbeit möglich. Melden Sie sich bei uns, wir beraten Sie gern in allen Fragen rund um Qualifizierung und Weiterbildung“, erklärt Pawlas.

Quelle: Agentur für Arbeit Iserlohn

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