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Foto: Mark-E Aktiengesellschaft/Andreas Köster

Finnentrop. Das Pumpspeicherkraftwerk Rönkhausen wird saniert und erweitert. Die Arbeiten haben begonnen. Während der Baumaßnahmen, die bis Oktober andauern sollen, ist das Oberbecken Glinge für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Die Mark-E Aktiengesellschaft (Mark-E) und die Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) haben mit den Arbeiten zur Zukunftssicherung des Pumpspeicherkraftwerks (PSW) in Finnentrop-Rönkhausen begonnen. Die von beiden strategischen Partnern gegründete Gesellschaft „PSW Rönkhausen GmbH & Co. KG“ hat Mark-E als Generalunternehmer mit den Sanierungs- und Revisionsmaßnahmen beauftragt. Mark-E pachtet das PSW von der gemeinsamen Gesellschaft und wird somit – wie in den letzten 50 Jahren – auch in Zukunft Einsatzweise, Betrieb und Vermarktung des PSW verantworten.

Foto: Mark-E Aktiengesellschaft/Andreas Köster

Insgesamt belaufen sich die nun vorgesehenen Investitionen auf rund 25 Mio. Euro, die im Rahmen einer Projektfinanzierung bereitgestellt werden. Zielsetzung der Maßnahmen ist der Weiterbetrieb des PSW bis zum Jahr 2045.

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Erweiterung der Speicherkapazität

Für den sicheren und wirtschaftlichen Weiterbetrieb war nach fast 50 Jahren Betrieb ein umfangreiches Maßnahmen-Paket erforderlich. Die wesentlichen Maßnahmen sind:

  • Die Instandsetzung der alten Abdichtung des Oberbeckens (ca. 100.000 m²). Hierzu wird das Oberbecken abgefräst und mit einer neuen Dichtung versehen.
  • Die Erweiterung der Speicherkapazität um ca. 70.000 m³ bzw. 45 Megawattstunden (MWh) durch Errichtung einer ca. 1,20 Meter hohen Wellenschutzwand sowie der Erhöhung der Überlaufschwelle am Unterbecken.
  • Die Durchführung einer großen Revision an beiden Maschinensätzen (letzte große Revision in 2003). Hierzu wurden bereits die Hauptkomponenten (Pumpturbinen und Kugelschieber) komplett demontiert und zur Werksüberholung nach Süddeutschland transportiert.

Die Arbeiten sollen im Oktober 2018 beendet werden. Im Anschluss erfolgt die Wieder-Inbetriebnahme und der Probebetrieb. Für den Zeitraum der Arbeiten ist das Oberbecken für die Öffentlichkeit gesperrt.

Foto: Mark-E Aktiengesellschaft/Andreas Köster

Hintergrund – Das Pumpspeicherwerk Finnentrop-Rönkhausen

Das PSW Rönkhausen ist eines von zwei Pumpspeicherkraftwerken in Nordrhein-Westfalen. Es wurde im Zeitraum 1965 – 1968 errichtet und befindet sich seit 1969 im kommerziellen Betrieb. Das PSW verfügt über eine installierte Leistung von 140 Megawatt (MW), aufgeteilt auf 2 Pumpturbinen mit einer Leistung von jeweils 70 MW.

Die derzeitige Speicherkapazität des Oberbeckens beläuft sich auf rund 690 Megawattstunden (MWh) und kann binnen 5 Stunden befüllt oder geleert werden. Durch die nun vorgesehenen Maßnahmen erhöht sich u. a. die Speicherkapazität auf 735 MWh. Der Strombezug und die Einspeisung des erzeugten Stroms erfolgen über das 110-kV-Netz der ENERVIE Vernetzt GmbH. Die ursprünglich in 2018 auslaufende Betriebsgenehmigung für das PSW wurde seitens der Bezirksregierung Arnsberg bereits bis 2045 verlängert.

Foto: Mark-E Aktiengesellschaft/Andreas Köster

Quelle: Presseinfo Mark-E/STAWAG

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