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Verabschiedeten in Lüdenscheid eine gemeinsame Erklärung ihrer Verbände zur Europawahl: Horst Löwenberg, Ulrich Hoffmann, Birgit Buchholz, Martin Wehn, Michael Vucinaj, Stefan Hesse und Iris Jänicke. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid/Märkischer Kreis/Hagen. Die Wohlfahrtsverbände in der Region machen sich stark für ein soziales Europa. „Wir wollen ein gerechtes Europa, in dem Würde und die sozialen Rechte der der Menschen gewahrt bleiben“, betonten Vertreter von AWO, Caritas, DRK-Kreisverband Altena-Lüdenscheid, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, Der Paritätische Märkischer Kreis, dem DRK Iserlohn und der Diakonie Mark-Ruhr bei einem Treffen im Lüdenscheider Haus der Kirche. Anlass der Zusammenkunft war die Europawahl am 26. Mai und die Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung. Hier die Erklärung im Wortlaut:

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„Am 26. Mai 2019 finden die Europawahlen statt. Als Vertreter und Vertreterinnen der Wohlfahrtsverbände wollen wir ein soziales Europa, in dem Armut, Benachteiligung und Ausgrenzung bekämpft werden. Wir wollen ein Europa, in dem die Würde und die sozialen Rechte der Menschen gewahrt bleiben.

Wir leben seit 70 Jahren ohne Krieg. Wir können ohne Ausweiskontrollen reisen und überall auf dem Kontinent wohnen, studieren oder arbeiten. Als Exportnation profitieren wir stark vom Euro und von der Freizügigkeit. Das wollen wir erhalten. Wir wollen keine nationale Abschottung. Das heißt nicht, zu allen EU-Entscheidungen „Ja und Amen“ zu sagen. Wir sehen auch die Krisen: der anstehende Brexit, der Streit um die Aufnahme von Flüchtlingen und die Debatte um die Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn schwächen den Zusammenhalt und spalten die Europäische Union. Europafeindliche Parteien machen die angesichts der oft bürokratisch und abgehoben anmutenden Entscheidungen aus „Brüssel“ die EU als Feindbild aus. Natürlich gibt es noch vieles an der EU zu verbessern. Wie in jeder Demokratie gibt es Veränderungsbedarf, aber auch Potenzial. So sehen wir Verbesserungspotenzial bei den sozialen Mindesstandards, der Armutsbekämpfung und einer gemeinsam abgestimmten Migrationspolitik. Frieden und Gerechtigkeit funktionieren nicht ohne die Nachbarn. Wir brauchen beides: Vielfalt und Einheit. Als Verbände setzen wir uns für ein soziales und demokratisches Europa der Vielfalt und Solidarität ein, das Frieden stiftet und weiter zusammenwächst.

Wir bitten Sie daher, keiner populistischen Partei, die das Europäische Parlament abschaffen will, Ihre Stimme zu geben. Das Europäische Parlament ist die einzig direkt gewählte Vertretung der Unionsbürger*innen. Nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr. Am 26. Mai geht es darum, welches Europa wir wollen.

Es kommt auf Ihre Stimme an!“

Unterzeichnet ist die Erklärung zur Europawahl von:

Birgit Buchholz, Geschäftsführerin Arbeiterwohlfahrt UB Hagen-Märkischer Kreis

Stefan Hesse, Direktor Caritasverband für das Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid e.V.

Ulrich Hoffmann, Vorstand DRK-Kreisverband Altena-Lüdenscheid e.V.

Iris Jänicke, Geschäftsführerin Diakonisches Werk des Ev. Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg

Horst Löwenberg, Geschäftsführer Der Paritätische Märkischer Kreis

Michael Vucinaj, Vorstand Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Iserlohn e.V.

Pfarrer Martin Wehn, Geschäftsführer Diakonie Mark-Ruhr

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