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Die Turbo-Schnecken, ihre Kooperationspartner und Sponsoren wollen beim AOK-Firmenlauf 2019 auf größtmögliche Nachhaltigkeit achten. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid/Märkischer Kreis, Schritt für Schritt klimaneutral zum Ziel: Die Lüdenscheider Turbo-Schnecken wollen beim 17. AOK-Firmenlauf am 5. Juli Maßstäbe setzen. Im Vorfeld haben sie zusammen mit Sponsoren und Kooperationspartnern bereits eine Vielzahl Ideen entwickelt.

Ein klimaneutrales sportliches Großereignis mit über 5000 Läufern und vielen Besuchern – wie ist das zu schaffen? „Da tut sich ein riesiges Feld auf“, sagte Brigitte Klein, Vorsitzende des Breitensportvereins, bei einem Pressegespräch am Donnerstag.  Der Firmenlauf soll unter dem Motto „Aktiv fürs Klima stehen“. Dabei geht es nicht nur um die Vermeidung von Plastikmüll, beispielsweise auf der Futtermeile oder beim Getränkeausschank. Die Turbo-Schnecken und ihre Partner wollen in diesem Jahr in vielen Bereichen Zeichen setzen.

E-Roller, Ökostrom und mehr

Das reicht von der Energieversorgung mit Öko-Strom über die Verwendung von Mehrfachgetränkebechern und deren zentraler Sammlung über den Einsatz von E-Rollern und E-Autos, der Verwendung von LED-Leuchten auf der großen Bühne bis zur Verwendung von Papier mit Öko-Zertifikaten für Startnummern und Werbematerial.



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Thema Plastiktüten. Sie  werden verbannt. An ihre Stelle treten umweltfreundliche Netze, die die Volksbank in Südwestfalen als einer der Sponsoren zur Verfügung stellt. Die Märkische Verkehrsgesellschaft spendiert den Sportlern Gratis-Busfahrten, so dass sie auf ihre Autos verzichten können.

Starkes Zeichen für mehr Nachhaltigkeit

Markus Müller, Klimabeauftragter der Stadt Lüdenscheid, ist begeistert. Er glaubt, dass mit dem Firmenlauf ein starkes Zeichen für mehr Nachhaltigkeit gesetzt werden kann. Er ist nicht nur bei den Vorbereitungen dabei. Müller will Klimabeauftragte aus Nachbarkommunen für den Firmenlauf werben und hofft, dass er mit einem Klima-Team an den Start gehen kann. Viola Link von der Verbraucherberatung sieht die Turbo-Schnecken als Schrittmacher. „Sie sind mit ihren Visionen immer ganz vorn“, sagte sie am Donnerstag.

Primäres Ziel der klimaneutralen Ausrichtung der Veranstaltung ist die Vermeidung beziehungsweise Verminderung von CO₂-Emissionen, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Kompensation der letztlich verursachten, nicht vermeidbaren Emissionen durch die Unterstützung eines Klimaschutzprojektes.

Gleichwertig steht aber auch die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung bei Unternehmen, Teilnehmern, Organisatoren und der Bevölkerung im Fokus der intensiven und überregionalen Öffentlichkeitsarbeit.

EnergieAgentur NRW wertet Starterbilanz aus

„Der Firmenlauf ist eine der größten Sportveranstaltungen in Lüdenscheid. Deshalb besteht hier die Chance, das Thema noch stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken“, betonte Brigitte Klein.

Alle Beteiligten sind sich im übrigen darüber im Klaren, dass eine komplett klimaneutrale Großveranstaltung nicht gleich im ersten Schritt zu stemmen ist. Deshalb wird in diesem Jahr eine sogenannte Starterbilanz aufgestellt, die von der EnergieAgentur NRW ausgewertet wird. Diese Auswertung soll dann Grundlage für weitere Schritte in den nächsten Jahren sein.

Seit 20. März können sich alle, die beim Firmenlauf dabei sein wollen, auf der Seite www.lauf-im-Kreis anmelden.

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