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Anüben der Plettenberger Feuerwehr auf dem Gelände der Firma Junior an Ziegelstraße/Bludenzer Straße Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Das Anüben ist die umfangreichste Feuerwehrübung des Jahres. Am Samstagnachmittag (7. April) führte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Plettenberg diese Probe für den wirklichen Einsatzfall auf dem Junior-Firmengelände an der Ziegelstraße/Bludenzer Straße durch. Im Einsatz waren alle drei Plettenberger Löschzüge sowie die Löschgruppe aus Hüinghausen.

Foto: Bernhard Schlütter

Thorsten Brill und Stefan Ziegler vom Löschzug I (Stadtmitte/Landemert) hatten die Übung ausgearbeitet. Sie hatten zwei verschiedene Übungslagen vorbereitet: eine Explosion und Brand im Zelt-Außenlager, wobei zwei Personen vermisst wurden sowie ein Chemieunfall in einer Halle auf dem Junior-Gelände. Hier sei ein Mitarbeiter eingeklemmt worden, so das Szenario. In den Ablauf eingebunden wurde auch die Jugendfeuerwehr.

Die Löschgruppe Selscheid übernahm zusammen mit den hauptamtlichen Kräften der Feuer- und Rettungswache während der Dauer der Übung den Brandschutz im Stadtgebiet.

Gefahrenlagen durch Feuer und Chemikalien

Die Einsatzkräfte des Löschzugs I wurden um 14 Uhr mit dem Stichwort „Brand im Gebäude“ zuerst alarmiert. Nur fünf Minuten später erfolgte die Alarmierung des Löschzugs II (Holthausen/Oestertal). Dessen Einsatzkräfte mussten zunächst von der Situation „eingeklemmte Person“ ausgehen. Vor Ort stellten sie fest, dass der verletzte Mitarbeiter unter einem mit Salpetersäure gefüllten Container eingeklemmt war. Die austretende Säure reagierte mit umliegenden Material, so dass giftige Gase freigesetzt wurden. Umgehend wurden der Löschzug III (Eiringhausen/Ohle) und der Dekontaminationstrupp der Löschgruppe Hüinghausen hinzugerufen. „Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit kommen die Hüinghauser bei entsprechenden Gefahrenlagen auch in Plettenberg zum Einsatz“, erläuterte Feuerwehrpressesprecher Andreas Gritschke.

Mitglieder der Jugendfeuerwehr wurden damit betraut, eigenständig eine Löschwasserversorgung aufzubauen.

Übung sehr realitätsnah

Insgesamt konnten die Feuerwehrleute alle ihnen gestellten Aufgaben lösen, so der erste Eindruck der Übungsbeobachter. Thorsten Spiegel, für die Feuerwehr zuständiger Fachgebietsleiter der Stadtverwaltung, beurteilte die Übung als „sehr realitätsnah“: „Salpetersäure und ähnliche Chemikalien werden in vielen Plettenberger Firmen zum Beispiel zur Oberflächenbehandlung von Metall eingesetzt.“ Zu den Zuschauern gehörten u.a. Bürgermeister Ulrich Schulte, etliche Ratsmitglieder und Feuerwehr-Ruheständler, die auch zum anschließenden gemütlichen Beisammensein im Feuerwehrgerätehaus eingeladen waren.

Die Übung in Bildern

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