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Lüdenscheid/Märkischer Kreis (ots) Da wunderte sich die Polizei: Zwischen Samstag, 9. Juni, und heute tauchten zahlreiche Dienstleister und Hilfsdienste (u.a. Energieversorger, Taxen und Pizza-Lieferdienste) an der Polizeiwache auf, obwohl diese nicht beauftragt worden waren. Wie die Polizei mitteilt, konnten in drei Fällen Telefonnummern des Anrufers benannt werden, in einem Fall gelang die Inhaberfeststellung.

Mehrfach Telefonnummer missbraucht

Dabei handelte es sich um den Mann aus Lüdenscheid, der nach bisherigen Ermittlungen bereits mehrfach Opfer ähnlich gelagerter Fälle wurde. Auch hier wurde unter dem Gebrauch seiner Telefonnummer diverse Hilfsdienste mit Aufträgen belegt. Derzeit besteht der Verdacht, dass die Rufnummer des Geschädigten gezielt manipuliert wurde um ihn in Verbindung mit den missbräuchlichen Anrufen zu bringen.

Auch Bewaffnete waren Falschmeldung

Der/die Täter ließen es sich u.a. nicht nehmen, in den Abendstunden des 11. Juni der Polizei über die Notrufnummer verdächtige Personen mit Waffen im Bereich einer Aral-Tankstelle Schalksmühle zu melden. Um 22:08 Uhr erhielt die Feuerwehr Lüdenscheid über die Rufnummer Angaben über einen Verkehrsunfall mit drei Verletzten und einer eingeklemmten Person. In beiden Fällen handelte es sich zweifelsfrei um Falschmeldungen, nachdem die Polizei und die Feuerwehr an den angegebenen Örtlichkeiten angekommen waren.

Es droht ein Jahr Haft

Die Polizei hat ihre Ermittlungen wegen dem Missbrauch von Notrufeinrichtungen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln nach § 145 StGB aufgenommen.

Die Polizei hofft nun, den Unhold schnellst möglichst zu ermitteln, da es sich hierbei um keinen dummen Jungenstreich handelt, sondern das Strafmaß bei Ermittlung des Übeltäters von Geldstrafe bis zu einer Freiheitstrafe von bis zu einem Jahr Haft reicht.

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