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Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die Stadt Plettenberg lädt am Auschwitz-Gedenktag, 27. Januar, zu einer Gedenkveranstaltung ein. Sie beginnt um 15 Uhr auf dem jüdischen Friedhof und wird um 16 Uhr im Ratssaal fortgesetzt. Hier steht die Lesung „Auschwitz und das gesunde Volksempfinden“ mit Nils Buchholz und Christoph Wehr im Mittelpunkt.

Seit 1996 erinnert die Bundesrepublik Deutschland am 27. Januar eines jeden Jahres an die Opfer des Nationalsozialismus. Das vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog initiierte Gedenken hat die Stadt Plettenberg bewogen seit 2006 ebenfalls eine Veranstaltung zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft durchzuführen.

Die Gedenkstunde beginnt um 15.00 Uhr auf dem jüdischen Friedhof an der Freiligrathstraße. Nach einer kurzen Ansprache des Bürgermeisters wird an der Gedenkstele der Opfer des Nationalsozialismus gedacht, ein Blumenbouquet wird niedergelegt. Gegen 15.30 Uhr geht es vom Friedhof in den Ratssaal des Rathauses. Dort wird Christoph Wehr, Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge und Leiter von drama-TISCH mit Nils Buchholz eine Lesung halten: „Auschwitz und das gesunde Volksempfinden“. Die Gedenkstunde wird gegen 17.00 Uhr enden.

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„Auschwitz & das gesunde Volksempfinden“ zeigt die Verrohung einer überwunden geglaubten Gesellschaft, die sich in sprachlicher Enthemmung, Antisemitismus und Chauvinismus ebenso äußert wie in Opportunismus, Ignoranz oder stillschweigender Duldung.

Die deutsche Geschichte, die im Massenmord in den Konzentrationslagern mündete, wird aus der Täter- wie Opferperspektive in dokumentarischen und literarischen Texten beleuchtet, um den gesellschaftlichen Rahmen erkennbar werden zu lassen, der ihren Hintergrund bildete.

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