Faszination Darm: Die Felix Burda Stiftung hat ein begehbares Modell geschaffen. Dieses Modell wird am 17. März allerdings nicht zu sehen sein. Foto: Felix Burda Stiftung / Hannes Magerstaedt

Lüdenscheid. In unserem Körper tummeln sich abermilliarden von Viren, Pilze und Bakterien – die Gesamtheit der in uns lebenden Mikroorganismen nennt man „Mikrobiom“. Welchen Einfluss das Mikrobiom auf das Wachstum von Tumoren im Darm hat, über Therapiemöglichkeiten und neueste Entwicklungen in der Darmkrebsvorsorge möchten Experten aus den verschiedenen medizinischen Disziplinen gemeinsam mit
Schülern der Staberger Gymnasien in einer Vortragsveranstaltung informieren.

Traditionell und mittlerweile zum 13. Mal widmen sich Mediziner und Abiturienten des
Biologie-Leistungskurses der Staberger Gymnasien im Darmkrebsmonat März  gemeinsam dem Thema: „Darmkrebs“. In diesem Jahr sollen das Mikrobiom und sein Einfluss auf den Darm im Mittelpunkt stehen.



Vielseitiges Programm

Alle Interessierten sind deshalb am Samstag, 17. März, von 10 bis 12 Uhr in das Seminarzentrum (Haus 7) am Klinikum Lüdenscheid eingeladen. Die Organisatoren haben für die Besucher wieder ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. Prof. Dr. Christopher Kelm, Direktor der Klinik für Allgemein-, Visceral- und spezielle
Visceralchirurgie am Klinikum Lüdenscheid, wird gleich zu Beginn über aktuelle
Entwicklungen in der Darmkrebsvorsorge berichten.

Zahl der Patienten gesunken

Mit der Einführung der Darmspiegelung ab 55 Jahre ist nicht nur die Anzahl der Darmkrebspatienten im letzten Jahrzehnt um 20 Prozent zurückgegangen, aber auch die Prognose hat sich deutlich verbessert, nicht zuletzt auch dank umfangreicher operativer, strahlentechnischen sowie medikamentösen Entwicklungen.

Schüler berichten über Bakterien

Anschließend rückt das Mikrobiom in den Focus und wird in den Vorträgen aus
verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Am Anfang berichten Schülerinnen und Schüler
des Biologie-Leistungskurses der Staberger Gymnasien über die Bakterien, die 90 Prozent des Mikrobioms ausmachen. Sie werden uns faszinierende Einblicke in die Welt der Bakterien geben. Für beide Parteien, Schüler und Ärzte, eine Win-Win-Situation. Die Veranstaltung ist für die angehenden Abiturienten nicht nur eine wunderbare Wiederholung in Vorbereitung auf die Abiturprüfung. Sie hatten sogar im Vorfeld die Möglichkeit einen Tag lang die behandelnden Ärzte zu begleiten, ihnen über die Schultern zu schauen und die Medizin als mögliches Arbeitsfeld kennenzulernen.

Medizinische Fachvorträge

Zudem wurden sie in Fachvorträgen von den Klinikdirektoren Prof. Johannes Friemann (Pathologie), Prof. Christopher Kelm (Visceralchirurgie), Prof. Gerhard Heil (Onkologie), Oberärztin Lucia Maceda-Vazquez und Assistenzärztin Konstanina Pouki in mehreren Unterrichtsstunden auf das Thema vorbereitet. Über die Kooperation mit den Schülern erhoffen sich die Ärzte im Gegenzug einen persönlichen Zugang zu den Eltern, Großeltern und Bekannten, um für das wichtige Thema der Vorsorge zu sensibilisieren und über Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären.

Danach werden Prof. Dr. Gerhard Heil, Direktor der Klinik für Onkologie und
Hämatologie am Klinikum Lüdenscheid, und Dr. Sven Schröder, Leitender Oberarzt der
Klinik für Allgemein-, Visceral- und Spezielle Visceralchirurgie das Mikrobiom sowohl aus
onkologischer Sicht wie aus chirurgischer Sicht allen Besuchern näher bringen, seinen
Einfluss auf das Wachstum der Tumoren und Möglichkeiten auf dem Weg zur
personalisierten Behandlung aufzeigen.

Kooperation mit der AOK Nordwest

Im Anschluss an die Vorträge sind alle Besucher herzlich eingeladen bei einem Imbiss mit den Experten ins Gespräch zu kommen und Fragen loszuwerden. Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe „Gesundheit im Dialog“, in Kooperationmit der AOK NORDWEST, statt. Den Monat des Darmkrebses nutzen Mediziner der Märkischen Kliniken gemeinsam mit der AOK schon seit vielen Jahren, um über Neuigkeiten in der Behandlung und Vorsorge zu informieren. Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Frauen und Männer sind davon gleichermaßen betroffen. Was viele jedoch nicht wissen oder gar verdrängen: wird Darmkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen gut. Frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen sind deshalb das A und O und können im Ernstfall Leben retten.

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