Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten die Kundgebung auf dem Sternplatz. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Für Josef Filippek (Die Linke) gibt es keinen Zweifel. „In Sachen Klimawandel ist es nicht fünf vor zwölf, sondern ganz kurz vor zwölf.“ Das sahen die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Sternplatz, die sich am weltweiten Klimastreik beteiligten, genauso. Filippek und die weiteren Redner erhielten jede Menge Applaus.

Konsequente Friedens- und Klimapolitik

Foto: Wolfgang Teipel

Weltweit gingen am Freitag rund 620.000 Menschen unter dem Motto #AlleFürsKlima auf die Straße. Die Veranstalter in Lüdenscheid (Grüne, ÖDP, Linke und Zukunftsinitiative Lüdenscheid (ZiL)) waren mit dem Zuspruch zufrieden – auch wenn er deutlich schwächer ausfiel als bei der Riesen-Demo im September 2019.



Otto Ersching, Bundestagskandidat der Partei die Linke forderte eine konsequente Friedens- und Klimapolitik. „Beides lässt sich nicht voneinander trennen“, sagte er. Er listete eine Reihe von Forderungen an die künftige Bundesregierung auf. Dazu zählten der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs sowie den Aufbruch in eine sozial-ökologische Wirtschaft. Ein „weiteres Rumgeeiere“ könne sich die künftige Regierung nicht leisten. „Dafür braucht sie die Unterstützung von der Straße.“

Foto: Wolfgang Teipel

“Wir haben keinen Ideenstau”

Ulrike Rohlmann, Sprecherin der Zukunftsinitiative Lüdenscheid (ZiL klagte: „Wir haben keinen Ideenstau, sondern einen Umsetzungsstau.“ Deutschland verfüge über Hochtechnologie und engagierte Menschen. Leider würden sie ausgebremst.

Wolfgang Utsch sprach über die Umsetzung von Klimazielen auf lokaler Ebene. Foto: Wolfgang Teipel

Sie verwies auf das vom Lüdenscheider Rat beschlossene Klimaschutzkonzept. „Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass es nicht in den Schubladen bleibt.“ Sie erinnerte die Zuhörerinnen und Zuhörer an die Bundestagswahl am 26. September und forderte: „Macht Eure Wahl zur Klimawahl – für eine enkeltaugliche Zukunft.“

Wolfgang Utsch von der Energiewendegruppe erläuterte, wie imaschutzmaßnahmen auf lokaler Ebene umgesetzt werden können. Ein gutes Beispiel sei die Kraft-Wärme-Kopplung. So werde der Stadtteil Wehberg versorgt. Leide gebe es aber noch viel zu wenig positive Beispiele.

Otto Ersching (Die Linke) forderte den Einstieg in eine sozial-ökologische Wirtschaft. Foto: Wolfgang Teipel
Call and Response: Diese Duo sorgt auf dem Sternplatz für Stimmung. Foto: Wolfgang Teipel

 

2 KOMMENTARE

  1. Der Kampf für s Klima, Klasse, setzt Mal da an wo erste Ziele greifbarer sein könnten, qualifiziert Arbeitnehmer, minimiert Pendler, Digitalisiert um Wege zu vermeiden, baut alternative Homeoffice Arbeitsmodelle. Kauft regionaler und steht bitte nicht mit französischen Mineralwasser bei Umweltdemos, pflegt Mal euer Auto, als es ewig zu tauschen. Kauft Mal nicht Klamotten um sie 3 Mal zu tragen. Überlegt Mal was Ihr wann und wie konsumiert, denkt insbesondere Mal ernsthaft darüber nach, wie sich euer Konsumverhalten anpassen lässt. Urlaub, hip und trendy, weit weit weg, am besten ne Kreuzfahrt, eine Urlaubsform, die so krank ist, wie mit nem alten Ford Granada nach Italien zu fahren und dort auf dem Campingplatz 3 Wochen den Motor laufen zu lassen, das wäre noch Öko. Überlegt Mal, es immer der neuste Fernseher sein muss, weil ein Anschluss nicht passt. Schmeisst Mal einfach nicht soviel Lebensmittel weg, sondern probiert Mal die 10 Tage alte Joghurt über MHD, Nachhaltigkeit spart einfach massig CO2 . Fragt euch doch Mal, wo euer Auto landet, dann ohne Kat und Recourcen verbrennt, ohne die technischen Errungenschaften die mit Euro 4 und 5 umgesetzt worden sind. Womit fährt ein E Auto, im Rest von Europa mit Atomstrom, denkt Mal nach ob ihr nicht mit dem was euch suggeriert wird, euch eigentlich zum White Collar Umweltkriminellen macht. Es gibt viele Menschen, auch in Deutschland die sehr Nachhaltigkeit und durchaus Verantwortlich leben, von dem Müll den Ihr hinterlässt. Nicht zuletzt, geht auf den Green Friday, und schaut euch die Müllberge danach an. Meine Eltern haben mir beigebracht, meinen Müll mit zu nehmen. Schaut euch um im Land, Energiewende, in Rostock wird ein Kreuzfahrtschiff für 18.000 Menschen gebaut, mit Strom aus Kohlekraft, die Kohle, kommt dafür aus Südamerika, da fragst dich dann echt, warum im Hafen der Pizzaservice mit E-Smart fährt. Ökologie und Nachhaltigkeit sehen anders aus, zur Zeit sind wir in einem Hype, wo wir eigentlich mit unserem Umweltbewusstsein eigentlich unsern Müll sinnbildlich über den Gartenzaun werden und dies auch noch lange tun werden.

    • Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. An vielen Stellen sprechen Sie mir aus dem Herzen.
      mit freundlichen Grüßen
      Wolfgang Teipel

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