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Halver. Ein herber Schlag für die Anwohner in Oberbrügge: Der Aldi-Markt in Oberbrügge schließt bereits Ende Januar. Auch der Markt an der Hagener Straße soll demnächst geschlossen werden. Das bestätigte Thomas Pfeifer, Geschäftsführer der Aldi-Regionalgesellschaft Radevormwald am Dienstag dem Allgemeinen Anzeiger (AA) in Halver.

Schließung in Oberbrügge Ende des Monats

Bereits Ende Januar ist Schluss. Denn am 30. Januar ist offiziell der letzte Geschäftstag im Aldi-Markt in Oberbrügge. Als Hauptgrund für die Schließung nennt Thomas Pfeifer gegenüber des AA die zu kleine Verkaufsfläche des in die Jahre gekommenen Marktes. Diese liege mit 677 Quadratmetern deutlich unter den heutigen Standards der Discounterkette von rund 1000 Quadratmetern. So stößt der Markt in Oberbrügge seit diversen Sortimentserweiterungen immer mehr an seine Belastungsgrenze und eine ordentliche Warenpräsentation sei nicht mehr gewährleistet.



Anders als für die Kunden kommt die Nachricht der Schließung für die Mitarbeiter der Filiale nicht überraschend. Diese wurden bereits im Vorfeld informiert. Arbeitslos wird wohl keiner der Mitarbeiter. Sie sollen laut Pfeiffer in anderen Märkten unterkommen.

Auch Markt an Hagener Straße wird geschlossen

Die Filiale in Oberbrügge soll laut Pfeifer aber nicht der einzige Aldi-Markt in Halver sein, der von einer Schließung betroffen ist. Auch der Markt an der Hagener Straße in Halver soll Ende 2016 beziehungsweise Anfang 2017 geschlossen werden. Dies hängt davon ab, wann der neue Markt am Kulturbahnhof in Haver eröffnet werden kann. Dieser soll auf dem neu gestalteten Gelände des ehemaligen Bahnhofs entstehen, auf dem sich aktuell das neue Fachmarktzentrum im Bau befindet.

Massive Auswirkungen für Anwohner

Während für die Schließung des Marktes an der Hagener Straße ein neuer Markt im Zentrum entsteht, ist für den Markt in Oberbrügge kein Ersatz in Aussicht. Dies dürfte gerade für ältere Anwohner massive Beeinträchtigungen mit sich bringen. Denn der Aldi-Markt war hier die einzige Möglichkeit einzukaufen. Nun müssen die Anwohner auf weiter entfernte Einkaufsmöglichkeiten ausweichen. Was für Menschen ohne Auto oder mit körperlichen Einschränkungen eine große Herausforderung bedeutet.

Auswirkungen wie in Schalksmühle-Dahlerbrück?

Was die Schließung einer Einkaufsmöglichkeit vor der Haustür bedeutet, konnte man in der Vergangenheit auch in Schalksmühle-Dahlerbrück beobachten. An dem Standort an der Volmestraße hatte Aldi seinen Markt bereits im Dezember 2007 geschlossen. Mit der Schließung blieb der Großteil der Kunden aus. Dies hatte dann auch massive Auswirkungen auf die benachbarten Geschäfte.

Schlecker, ein Imbiss, ein Geschäft für Nähbedarf, ein Friseur und schließlich auch ein Bäcker stellten den Betrieb an dem Nahversorgungszentrum in Dahlerbrück nach und nach ein. Doch die Auswirkung für den Stadtteil an sich war durchaus massiver. Denn auch andere Gewerbetreibende gaben den Geschäftsbetrieb seit 2007 nach und nach auf. Als Hauptgrund sahen viele damals vor allem das Abwandern der Aldi-Kunden in andere Schalksmühler Märkte.

Umso mehr Hoffnung stecken viele Dahlerbrücker seit dem in die Ansiedlung von EDEKA auf dem ehemaligen Aldi-Gelände. Doch auch hier gibt es seit Jahren keine neuen Entwicklungen, da der Kauf und die Entwicklung des Grundstücks ins Stocken geraten sind.

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