Wohlig warm, schön und gut. Zurzeit wird's aber sehr teuer. Foto:pixabay.com

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Ob Strom, Erdgas, Heizöl oder Benzin – alle Energieträger sind in den vergangenen Monaten deutlich teurer geworden. Erhöhte Abschlagszahlungen, Belieferungsstopps durch einige Energieversorger und hohe Ersatz
und Grundversorgungstarife für Neukundinnen und -kunden treffen auch die Menschen in Lüdenscheid hart. „Viele Betroffene kommen mit ihren Problemen zu uns“, erzählt Viola Link, Leiterin der Beratungsstelle Lüdenscheid der Verbraucherzentrale NRW.

„Die Menschen sind plötzlich mit sehr viel höheren
Energiekosten konfrontiert und fühlen sich der Situation hilflos ausgeliefert.“

In den Aktionswochen „Energiekosten steigen – Das ist jetzt zu tun!“ bietet die Verbraucherzentrale NRW noch bis 4. März praktische Hilfestellung und Informationen in Form von Online-Vorträgen zu den Themen „Vorzeitige Kündigung von Strom- und Gasverträgen inklusive Anbieterwechsel“, „Strom- und Heizkosten sparen“, „Heizungswechsel & energetische Dämmmaßnahmen“ an. Weiterführende Informationen und die Möglichkeit, sich für die Online-Vorträge anzumelden bietet die Verbraucherzentrale NRW unter www.verbraucherzentrale.nrw/energiepreise.

Anzeige

Energie muss günstiger werden

Zum Auftakt der Aktion unterstreicht Viola Link, Beratungsstellenleiterin in Lüdenscheid: „Wir fordern Politik und Sozialbehörden auf, Energiekosten für private Haushalte dauerhaft bezahlbar zu machen und einkommensärmere Haushalte kurzfristig durch gezielte Maßnahmen zu entlasten.“

Die Energiekostenbelastung betrifft alle Haushalte. Eine Familie muss in einem Jahr aktuell durchschnittlich ca. 1.120 Euro mehr für Energie aufwenden als noch im Jahr 2021. Strom ist damit so teuer wie nie und muss wieder günstiger werden. Die Abschaffung der EEG-Umlage sollte aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW so schnell wie möglich umgesetzt werden. Ebenso sollten weitere Maßnahmen wie die Absenkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß erfolgen. „Ein niedriger Strompreis trägt indirekt auch zur Energiewende bei, da er den Umstieg
auf effiziente Heizungstechnologien wie die Wärmepumpe für
Verbraucherinnen und Verbraucher wirtschaftlich attraktiver macht“, so Link. Zudem sollten die Haushalte über ein so genanntes Klimageld einen Teil des über den CO2-Preis gezahlten Geldes zurückerstattet bekommen. Das Klimageld würde durch die pauschale Rückerstattung besonders einkommensärmere
Haushalte entlasten.

Haushalte mit weniger Einkommen trifft die Energiepreiskrise besonders hart. Strombudgets sollten deshalb absehbar in den Regelsätzen bei Leistungen im Rahmen von HartzIV angepasst werden.

Weitere Infos zum Thema und die Möglichkeit, sich für die Online-Vorträge anzumelden: www.verbraucherzentrale.nrw/energiepreise
Vortrag „Die günstigen Varianten Ihr Haus energiesparsamer zu machen“ in Kooperation mit der VHS, Zugang unter folgendem Link:
https://us06web.zoom.us/j/82587379509?pwd=dTdyWDM1OVVENkNmdDFuVjEvZUkzZz09

Für weitere Informationen:
Viola Link
Beratungsstelle Lüdenscheid
Tel.: 02351-37950-06
luedenscheid@verbraucherzentrale.nrw

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here