Sabrina Icks, Christian Koronika und Thomas Gritschke von der Feuerwehr sowie Vertreter von Netzwerk Hospizarbeit, Palliativmedizinischem Konsiliardienst, Pflegeberatung und DRK standen den Senioren rund ums Thema medizinischer Notfall Rede und Antwort.

Plettenberg. Am Samstag (16. November) fand auf Initiative der Plettenberger Seniorenvertretung in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ein Aktionstag für Plettenberger Senioren in der Feuer- und Rettungswache am Wall statt.

Der für knapp 50 Personen bestuhlte Schulungsraum war zur Überraschung der Initiatoren und Feuerwehrchef Markus Bauckhage, der die Gäste begrüßte, prall gefüllt. Im Fokus stand an diesem Tag in erster Linie der medizinische Notfall, aber auch die Vorbereitung auf solch eine für viele Menschen unvorhergesehene Situation.

Wenn der Rettungsdienst gerufen wird, dann geht es oft um Leben und Tod. Es gilt in vielen Fällen, keine Zeit zu verlieren. Die Notfallretter müssen sich innerhalb kurzer Zeit einen Eindruck von ihren Patienten verschaffen. Helfen können und sollten in vielen Situationen die Patienten selbst oder deren Angehörige, wenn es beispielsweise darum geht, Vorerkrankungen, Medikamentenlisten, Medikamentenunverträglichkeiten, oder gar bei einer Bewusstlosigkeit die Identität des in Not geratenen Menschen zu ermitteln. Denn hierauf baut die vorklinische Notfallversorgung sukzessive auf, um den Patienten optimal versorgen und im weiteren Verlauf bei Bedarf einer geeigneten Klinik zuführen zu können.

Sabrina Icks, Christian Koronika und Thomas Gritschke von der Plettenberger Feuerwache erzählten aus ihrem Berufsleben von manch skurrilen Erlebnissen und sorgten so für eine angeregte Diskussion. Die drei standen Rede und Antwort zu sämtlichen Fragen rund um das Thema medizinischer Notfall, welche die Senioren an die Berufsretter richteten. Ein eigens von Notfallsanitäter Michael Tillmann erstellter Leitfaden wurde an die Senioren ausgehändigt, um sich zukünftig auf Notfallsituationen entsprechend vorbereiten zu können.

Aber nicht nur die Feuerwehr selbst war an diesem Tag Ansprechpartner, sondern auch passionierte Vertreter vom Netzwerk Hospizarbeit Plettenberg (Frau Pfänder und Frau Enders), dem Palliativmedizinischen Konsiliardienst (Frau Kussek), der Pflegeberatung Märkischer Kreis (Frau Kuhl) und dem Deutschen Roten Kreuz (Frau Kamerling und Frau Vedder), hier speziell zum Thema Hausnotrufsysteme. Denn all diese Institutionen greifen in vielen Situationen eng verzahnt ineinander. Auch hier gab es erlebte Beispiele, in denen Menschen, beispielsweise mit todbringenden Krankheiten, egal ob Jung oder Alt, längst mit Hilfe von professioneller Betreuung, Sterbebegleitung, Beratung oder Patientenverfügung einen wesentlich angenehmeren Lebensabend in gewünschtem Umfeld hätten verbringen können.

Die Akteure der eingeladenen Institutionen hatten speziell zu ihren Themen in der großen Fahrzeughalle Informationsstände aufgebaut, an denen sich im Anschluss an die Diskussionsrunde jeder nach Wunsch vertieft über die einzelnen Themen informieren konnte. 

Am Ende ernteten Dörte Kaul-Hentschel und Gisela Werda von der Plettenberger Seniorenvertretung sowie die beteiligten Institutionen ein absolut positives Feedback zu dieser kurzweiligen Veranstaltung. Eine Wiederholung sei unbedingt erwünscht, so das Resümee. 

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