Foto: Rike / pixelio.de

Märkischer Kreis. (pmk) Der Zugang zu einem HIV-Test und zu einer HIV-Beratung war aufgrund der Corona-Pandemie für viele Menschen in den vergangenen Monaten eingeschränkt. Anlässlich des Welt-Aids-Tages weist die Aids-Beratung des Märkischen Kreises auf das Angebot zu Prävention, Test und Beratung von HIV hin.

„In den vergangenen Monaten standen unsere Angebote auf Grund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt zur Verfügung“, berichtet Aids-Berater Rudolf Mann. „Offene Sprechstunden ohne Termin waren nicht möglich. Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln verkomplizierten die Abläufe. Manche Menschen haben sicherlich auch aus Angst vor einer Covid-19-Infektion einen Besuch bei uns verschoben.“

Im Jahr 2019 wurden in Nordrhein-Westfalen schätzungsweise 680 HIV-Neudiagnosen gestellt. „Für das Jahr 2020 rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang der HIV-Neudiagnosen“, sagt Mann. „Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass sich weniger Menschen mit HIV infiziert haben. Ein wichtiger Grund könnte auch sein, dass Menschen keine Gelegenheit hatten, sich testen zu lassen. Wir werden unser Angebot daher jetzt noch intensivieren und vielfältiger gestalten.“

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Die Beratung vor Ort ist kostenlos, anonym und vertraulich. Die Aids-Beratung im Gesundheitsamt bietet einen HIV-Antikörpertest und eine Syphilisdiagnostik an. Nordrhein-Westfalen verfügt über eine große Anzahl qualitativ hochwertiger, anonymer und kostenfreier oder kostengünstiger Beratungs- und Testangebote bei Gesundheitsämtern und freien Trägern. Mehr Informationen hierzu gibt es im Internet: hiv-sti-test.nrw.

Unter dem Motto „Leben mit HIV – anders als du denkst!“ lädt der Welt-Aids-Tag 2021 ein, sich (neu) mit dem Thema HIV / Aids auseinanderzusetzen. Die Aids-Beratung Märkischer Kreis ist unter Telefon 02351 966 6666 und per E-Mail (r.mann@maerkischer-kreis.de) zu erreichen.

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