Auch Yaroslawa Khomenko (hier mit Gudula Mueller-Töwe und Albrecht Brodhun) erhielt am 31. August ihr Teilnahmezertifikat. Foto: Wolfgang Teipel

Plettenberg. Nach dem Kurs ist vor dem Kurs: Rund 100 geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer haben sich erfolgreich auf vom BAMF geförderte Integrationskurse vorbereitet. Sie beginnen in dieser Woche.

Bevor sie damit starten, sich intensiver mit der deutschen Sprache und der Politik in Deutschland zu befassen, wurde am Mittwoch (31. August) gefeiert. Auf Einladung des Diakonischen Werkes und der Initiative „Bus-Brücke“ des Plettenberger gemeinnützigen Vereins prange akzente e.V. nahmen die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer an einer Veranstaltung im Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft teil. Ein üppiges Frühstücksbuffet, das die Geflüchteten mit ukrainischen Spezialitäten bestückt hatten, sorgte für einen angemessenen Einstieg in den Vormittag.

Einstieg in die deutsche Sprache geschafft

Höhepunkt war anschließend die Verleihung der Zertifikate für die erfolgreich absolvierten vorbereitenden Deutschkurse. Gudula Mueller-Töwe, Koordinatorin der Sprachkurse, händigte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Zertifikate aus und gratulierte ihnen. Sie hatten in wöchentlich sechs Unterrichtsstunden vom 13. Juni bis 31. August Grundkenntnisse in Deutsch erworben. Zwei der Kurse fanden in den Räumlichkeiten der Landeskirchlichen Gemeinschaft statt. Zwei weitere Kurse liefen im Paul-Gerhardt-Haus.

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Das üppige Frühstücksbuffet hatten die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer mit Spezialitäten aus der Ukraine bestückt. Foto: Wolfgang Teipel

„Großartig, wie Sie alle mitgemacht haben“, machte Albrecht Brodhun, Vorstand der Prange Beteiligungs AG, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Kompliment. Ein großes Dankeschön ging auch an die Kursleiterinnen und -leiter. Sie sind überwiegend selbst Geflüchtete, stammen aus der Ukraine, der Türkei, dem Iran, dem Kosovo, Syrien und Puerto Rico. Sie haben als Erwachsene Deutsch gelernt und wissen, worauf es bei der Arbeit mit Erwachsenen ankommt.

„Möglicherweise bereiten sich viele Geflüchtete darauf vor, längere Zeit und ganz in Deutschland zu bleiben“, sagte Albrecht Brodhun. Es sei allerdings schwer abzuschätzen, wie hoch der Prozentsatz derjenigen sei, die wieder in die Ukraine zurückkehren wollen. „Das hängt sicher auch von der Dauer des Krieges und dem Ausmaß der Zerstörungen ab.“

Ab 12. September neue Kurse

Prange akzente e. V. werde so lange helfen, wie Bedarf und Mittel vorhanden seien. Die Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk sei hervorragend. In Sachen Sprachkurse seien die Strukturen und Kompetenz vorhanden. „Da machte es für uns keinen Sinn, vor Ort Doppelstrukturen aufzubauen.“

Am 12. September starten in Plettenberg zwei (je nach Bedarf auch drei)  weitere vorbereitende Deutschkurse. Sie finden wieder in den Räumen der Landeskirchlichen Gemeinschaft und im Paul-Gerhardt-Haus statt.