28 Jahre lang hat Klaus Beyer das Ev. Altenwohnheim Dahl mit viel Herzblut und Engagement geleitet. Am Dienstag wurde er im Beisein seiner Ehefrau Brigitte von Jürgen Kafczyk (links) und Pfr. Martin Wehn, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, in den Ruhe-stand verabschiedet. Zahlreiche Wegbegleiter lobten dabei die Arbeit des „bekennenden Volmetalers“ Klaus Beyer. Foto: Diakonie Mark-Ruhr

Hagen-Dahl. Mit viel Herzblut, ungemein großem Engagement und persönlicher Identifikation hat Klaus Beyer in den zurückliegenden 28 Jahren das Ev. Altenwohnheim Dahl geleitet. Ende Dezember verabschiedet sich der bekennende „Volmetaler“ in seinen wohl verdienten Ruhestand, am Dienstag (19. Dezember) hat ihn Pfr. Martin Wehn, Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, im Beisein zahlreicher Wegbegleiter offiziell verabschiedet.

“Ich hatte einen echten Traumjob”

Dabei wurde einmal mehr das besonders herzliche Verhältnis deutlich, das Klaus Beyer stets zu „seinen“ Bewohnern gepflegt hat. „Ich hatte einen echten Traumjob inne“, betont er. „Mich hat immer die Vielseitigkeit dieses Berufs besonders gereizt. Jeder Tag hat seinen ganz eigenen Charakter. Ein Altenheim ist für mich wie eine kleine Stadt, bei der ich eine Art Bürgermeister bin. So jedenfalls habe ich meine Arbeit verstanden.“ Und so war Klaus Beyer für Mitarbeiter und Bewohner jederzeit ansprechbar und hatte stets ein offenes Ohr.

Absolut in die Region eingebettet

Das Altenwohnheim Dahl zeichnet sich durch seine familiäre Struktur aus, „ich bin unseren Mitarbeitenden sehr dankbar, dass wir gemeinsam stets das Gefühl des Zuhauseseins vermittelt haben. Unser Haus ist absolut eingebettet in die Region. Vereine, Kirchengemeinde, Politik – alle stehen hinter unseren Altenwohnheim Dahl“, freut sich Klaus Beyer, der am 1. Januar 1990 seinen Dienst antrat. Zuvor hatte er 12 Jahre lang als Jugendreferent im Kirchenkreis Dortmund-Nordwest gearbeitet. „Während meines Studiums habe ich als Pflegehelfer gejobbt und seitdem hat mich der Wunsch nicht los gelassen, eines Tages einmal selbst ein Altenheim zu leiten.“ Diese verantwortungsvolle Aufgabe hatte der Diplom-Sozialarbeiter nun 28 Jahre inne.

Stetig wachsende administrative Aufgaben

Was hat sich in den fast drei Jahrzehnten verändert? „Die große Nähe, die ich noch in der 90er Jahren zu Bewohnern hatte, ist weniger geworden. Die rechtlichen und administrativen Herausforderungen sind stetig gewachsen. Dazu kommt, dass die Verweildauer der Bewohner in Altenheimen grundsätzlich gesunken ist und der Grad der Pflegebedürftigkeit im Verhältnis gestiegen ist.“ Zurückzuführen sei dies auf die gewachsenen ambulanten Versorgungsstrukturen. „Für mich war es immer eine Erholung, wenn ich die Bewohner besuchen konnte oder ihnen bei Festen ganz nah sein konnte.“ Und so zeichnet sich das Altenwohnheim Dahl nach wie vor durch sein bemerkenswertes Angebot an Veranstaltungen, Projekten und Festen aus – die nicht zuletzt durch Klaus Beyer geprägt wurden.

Auf ins Senioren-Theaterensemble

Für die Menschen da zu sein und ihnen zu helfen, sei stets der Antrieb von Klaus Beyer gewesen. „Deswegen kann ich einen Beruf in der Pflege auch empfehlen, er prägt die Menschen für das Leben in positivem Sinne. Jeden Tag kann man mit einem guten Gefühl nach Hause gehen, weil man den Tag über Menschen geholfen hat. Das ist ein sehr anstrengender, aber überaus erfüllender Job. Pflege ist ein Beruf der Zukunft, Arbeitslosigkeit ist für examinierte Altenpfleger quasi ausgeschlossen“, blickt er in die Zukunft. Apropos Zukunft, hierfür hat Klaus Beyer auch schon einen konkreten Plan. Mit Beginn seines Renteneintritts am 1. Januar wird er sich unter anderem im Senioren-Theaterensemble des Stadttheaters Hagen engagieren. „Das war immer mein Wunsch, jetzt habe ich die Zeit dazu.“

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