Bild: Stadt Iserlohn

Iserlohn. Im Inneren wird gearbeitet – auch wenn es von außen niemand sieht!
Bevor nach derzeitigem Terminplan im Juni die Bagger anrücken, muss jede Etage des ehemaligen Karstadt-Gebäudes sowohl von Gerümpel als auch von Gefahrstoffen befreit sein. Aktuell sind jeden Tag bis zu 20 Arbeiter mit diesen Aufgaben beschäftigt.

Im Vorfeld waren insgesamt 110 Materialproben an Stellen entnommen worden, wo erfahrungsgemäß typischerweise Schadstoffe vermutet wurden. Vereinzelt wurden Asbest, Teerkork, künstliche Mineralfasern und PCB (chlorhaltige Kohlenwasserstoffe) nachgewiesen. Betroffen sind zum Beispiel Dämmungen und Isolierungen des Daches und der Kühlräume, schadstoffbelastet sind aber auch bestimmte Stützenverkleidungen, Rohrummantelungen, Fugen, Kleber und einige in den 60er Jahren verwendete Spachtelmassen. So lange die betroffenen Bauteile unbeschädigt bleiben, geht von ihnen keine Gefahr aus. Vor dem Abbruch des Gebäudes müssen sie allerdings sorgsam unter Einhaltung besonderer Arbeitsschutzbestimmungen entfernt und anschließend fachgerecht entsorgt werden.

Die Baufirmen haben außerdem entschieden, Stillstandzeiten der Großbagger zu vermeiden. Deshalb wird mit dem sichtbaren Abbruch erst begonnen, wenn die Schadstoffbeseitigung im Hauptgebäude so gut wie abgeschlossen ist. Zuerst wird dann die Garage abgerissen, danach ist das ehemalige Karstadt-Gebäude dran. Zuletzt wird der blaue Anbau abgerissen.

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Erinnerungen bleiben

Die Stadt Iserlohn dokumentiert jeden Baustellenschritt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich noch einmal im ehemaligen Karstadt-Gebäude umsehen wollen, können sich Fotos anschauen – online unter www.schillerplatz-iserlohn.de oder auch auf einer Stellwand im Stadtlabor (Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10 bis 16 Uhr sowie jeden ersten Samstag von 10 bis 14 Uhr). Dort läuft außerdem auf einem Display ein etwa drei-minütiges Video über die Umgestaltung des Schillerplatzes in Dauerschleife. Ein weiteres Video aus dem Inneren des ehemaligen Karstadt-Gebäudes wird aktuell noch fertig gestellt und dann ebenfalls veröffentlicht.

Des Weiteren bittet die Stadt Iserlohn um Verständnis, dass nach wie vor eine der beiden auf den Schillerplatz ausgerichteten Webcams nicht funktioniert. Das Problem ist bekannt und Techniker kümmern sich darum. Spätestens zum Start der sichtbaren Abbrucharbeiten sollen beide Webcams wieder einwandfrei funktionieren.

 

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