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Die Maskenpflicht gilt jetzt nahezu im gesamten Innenstadtbereich. Foto: Sven Prillwitz/Stadt Lüdenscheid

Lüdenscheid. (PSL) Maskenpflicht in den Fußgängerzonen, Sperrstunde in der Gastronomie und ein nächtliches Verbot für den Verkauf von Alkohol: Folge der steigenden Corona-Zahlen ist eine weitere Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen. Dazu zählen auch weitere Einschränkungen für Feiern und Treffen im öffentlichen Raum. Der Märkische Kreis hat am Donnerstag, 22. Oktober, eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die auch für Lüdenscheid gilt.

Die Sieben-Tages-Inzidenz für den Märkischen Kreis lag am Donnerstagmorgen bei 53,4 – und damit über dem als kritisch geltenden Schwellenwert 50. Nach § 15a der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen gilt für das gesamte Kreisgebiet daher die Gefährdungsstufe 2. Die strengeren Regelungen treten am Freitag, 23. Oktober, in Kraft.

Die Übersicht:

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Maskenpflicht in der Fußgängerzone

In öffentlichen Außenbereichen, in denen viele Menschen zusammenkommen und der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht immer eingehalten werden kann, müssen Mund und Nase ab sofort mit einer Maske, einem Schal oder einem Tuch bedeckt sein. Die Stadt Lüdenscheid hat die in der Innen- und Altstadt gelegenen Fußgängerzonen als diejenigen Außenbereiche festgelegt, in denen die Maskenpflicht ab Freitag gilt. Der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) wird zeitnah zahlreiche entsprechende Schilder aufstellen, die in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Arabisch) auf die Maskenpflicht hinweisen.

Die Regelung gilt für die folgenden Straßen bzw. Teilbereiche davon:

  • Rathaus- und Sternplatz
  • Knapper Straße
  • Altenaer Straße
  • Wilhelmstraße
  • Sterngasse
  • Jokuschstraße
  • Karussellplatz
  • Schillerstraße
  • Grabenstraße
  • Schemperstraße
  • Corneliusstraße
  • Ringmauerstraße
  • Luisenstraße
  • Marienstraße
  • Herzogenstraße
  • Annengasse,
  • Alte Rathausstraße
  • Kirchplatz
  • Kirchsteige
  • Graf-Engelbert-Platz
  • Neugasse
  • Domgasse
  • Altgasse

Von der Maskenpflicht ausgenommen sind ausschließlich Kinder bis sechs Jahre und Personen, denen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus medizinischen Gründen nicht zuzumuten ist. In diesem Fall muss auf Verlangen allerdings ein ärztliches Attest vorgezeigt werden können.

 Sperrstunde und Verbot für Alkoholausschank und -verkauf

Gastronomische Einrichtungen müssen zwischen 23 und 6 Uhr schließen. Die Regelung gilt für Restaurants, Gaststätten, Kneipen, Bars, Imbisse, Eiscafés und Anbieter von Systemgastronomie wie beispielsweise „Burger King“ und „Mc Donald´s“ sowie Discotheken und Shisha-Bars. Auch der Außer-Haus-Verkauf von Speisen und Getränken ist in dieser Zeit untersagt.

Alkoholische Getränke dürfen zwischen 23 und 6 Uhr generell weder ausgeschenkt noch verkauft werden. Das gilt auch für Kioske und Tankstellen.

Feiern

An privaten Feiern, die außerhalb der eigenen vier Wände stattfinden, dürfen maximal zehn Personen teilnehmen.

Treffen im öffentlichen Raum

Wegen der gestiegenen Zahl an Neuinfektionen mit dem Corona-Virus dürfen im öffentlichen Raum nur noch Gruppen von maximal fünf Personen oder aus zwei Haushalten zusammenkommen. Ausnahmen gelten für Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Ehegatten, Lebenspartner sowie bei der Begleitung Minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen.

Konzerte, Aufführungen, Versammlungen und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen

Sowohl am Steh- als auch am Sitzplatz gilt die Maskenpflicht. Davon ausgenommen sind lediglich Personen, die durch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in ihrer Tätigkeit behindert werden wie etwa Moderatoren oder Referenten.

Maskenpflicht und Mindestabstand bei Veranstaltungen

Bislang war es möglich, die Maskenpflicht und die Einhaltung des Mindestabstands bei Veranstaltungen auszusetzen, sofern die Teilnehmer über Kontaktlisten im Nachgang hätten ermittelt werden können. Diese Regelung entfällt jetzt. Der Mindestabstand und die Maskenpflicht sind zwingend einzuhalten.

Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen

Ab Montag, 26. Oktober, sind Veranstaltungen und Versammlungen sowie Kongresse mit mehr als 100 Teilnehmern nicht mehr erlaubt. Ausnahme: Die Untere Gesundheitsbehörde bewilligt ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept, das spätestens drei Tage vor Beginn der Veranstaltung vorgelegt wird.

Ausnahmen gelten nur für

  • Beerdigungen
  • Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz
  • Versammlungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsvor- und –fürsorge dienen (zum Beispiel Blutspende-Termine)

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