Die Baustellen in Lüdenscheid nerven die Autofahrer. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Sanierung Altenaer Straße und Lennestraße, Tunnelerneuerung und weitere Baustellen: Auf Autofahrer in Lüdenscheid kommt ab sofort einiges zu. „Es kommt so einiges zusammen“, sagt Dieter Rotter, Leiter des städtischen Fachdienstes Bauservice. „Viele Maßnahmen in einem kurzen Zeitraum, wir hätten es gern anders gehabt.“ Er hofft auf das Verständnis aller Verkehrsteilnehmer. „Immerhin wird ja auch richtig in unser Straßennetz investiert.“

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12,7 Millionen Euro für den Tunnel

Dickster Brocken dabei ist die Sanierung des Rathaustunnels. Sie soll nach langer Wartezeit am Mittwoch, 29. August, endlich beginnen. Die komplette Maßnahme wird voraussichtlich mit 12,7 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Einen Vorgeschmack auf künftige weitere Umleitungen bekommen Autofahrer bereits ab Samstag. Die Weststraße wird stadteinwärts zur Einbahnstraße. Damit die notwendigen Markierungen angebracht werden können, wird die Straße am Samstag und Sonntag vollgesperrt. Anwohner müssen während dieser Zeit woanders parken – keine leichte Sache in Lüdenscheid. Die entsprechenden Hinweisschilder wurden bereits am Donnerstag aufgestellt.

Die ersten Kostenschätzungen für die Erneuerung des Tunnels sind inzwischen weit überholt. Ursprünglich waren die Planer von rund fünf Millionen Euro ausgegangen. Jetzt werden es voraussichtlich 12,7 Millionen Euro.

Einfach alles ist teurer geworden

Der Tunnel sei weitaus stärker beschädigt als ursprünglich angenommen, berichtete die zuständige Projektleiterin von Straßen.NRW, Nadja Hülsmann, am Donnerstag bei einem Pressegespräch im Rathaus. So müsse der Brandschutz den neusten Regelungen entsprechen. Neben einer Warnanlage sollen an den Tunnelportalen auch Schranken für den Fall der Fälle angebracht werden. Neue Beleuchtung, Erneuerung der Notgehwege, neue Entwässerung und eine vier Zentimeter dicke Schicht Brandschutzmörtel in beiden Röhren, das geht ins Geld. Dazu kommen gestiegene Baukosten und teure Baustelleneinrichtungen. „Überall wird zurzeit gebaut“, berichtete Sandrina Abuin-y-Garcia von Straßen.NRW. Schilder, Baken und weiteres Material seien kaum zu bekommen.

Weststraße wird Einbahnstraße

Viele Autofahrer haben sich schon an die neue Verkehrsführung gewöhnt. Foto: Wolfgang Teipel

Zur Weststraße: Sobald die Einbahnregelung umgesetzt ist, können die Anwohner wieder beidseitig parken. Es wird dann stadteinwärts eine separate Busspur, die auch von der Feuerwehr genutzt werden kann, geben und eine für Pkw. Die Regelung ist notwendig, damit die MVG-Busse ihre Fahrzeiten einhalten können. Außerdem brauchen Rettungsfahrzeug freie Fahrt.

Jeweils rund ein Jahr für jede Röhre

Zum Tunnel: Zunächst wird die nördliche Röhre für etwa drei Wochen gesperrt. In dieser Zeit wird sie für den zusätzlichen Verkehr optimiert. Dann erfolgt die Sperrung der südlichen Röhre für etwa ein Jahr. Wenn hier die Bauarbeiten beendet sind, wird die nördliche Röhre für die Dauer der Arbeiten dicht gemacht. Auch dafür veranschlagt Projektleiterin Nadja Hülsmann etwa ein Jahr.

Neue Wege auch für die MVG

Zum Busverkehr: Die Umleitung der MVG-Linien erfolgt über die Weststraße, die während der Baumaßnahme zur Einbahnstraße in Richtung Sauerfeld eingerichtet wird.

Betroffen sind laut Pressemitteilung der MVG die Linien S2, 37, 40, 41, 42, 43, 44, 51, 53, 54 und 61. Kunden der MVG sollten neben den veränderten Fahrwegen auch die teilweise abweichenden Fahrplanzeiten beachten. Die Fahrpläne der von der Umleitung betroffenen Linien sind in der Kunden-Informationsbroschüre „Lüdenscheid – Neue Wege rund um den gesperrten Rathaustunnel“ veröffentlicht und stehen unter www.mvg-online.de/fahrplan-liniennetz zum Download (Herunterladen) bereit.

 

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