Vor allem auf den Umleitungsstrecken staut sich der Verkehr seit der Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid. Foto: Guido Raith

Lüdenscheid. (PSL) Wie viele Fahrzeuge fahren täglich über die Lennestraße? Diese Frage soll mit Hilfe einer Verkehrszählung beantwortet werden, die in der kommenden Woche erfolgt. Auf Basis dieser Zahlen wird das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in einem nächsten Schritt den Grad der Luftverschmutzung ermitteln. Anlass dafür ist das infolge der A45-Vollsperrung deutlich erhöhte Verkehrsaufkommen.

Zählung erfolgt durch Videotechnik

Die Verkehrszählung erfolgt vollautomatisch mittels Videotechnik. Zu diesem Zweck wird eine Kamera an einem Laternenmast angebracht, der zwischen den Einmündungen „Am Lehmberg“ und Elsa-Brändström-Straße steht. Gezählt werden alle Fahrzeuge, die diesen Abschnitt ab 0 Uhr am kommendem Montag, 28. März, und bis einschließlich Sonntag, 3. April, um 24 Uhr befahren. Die Verkehrserhebung umfasst damit exakt sieben Tage. Mit der Zählung hat die Stadt Lüdenscheid eine Ingenieursgesellschaft mit Sitz in Köln beauftragt.

Werden Grenzwerte überschritten?

Das LANUV benötigt die aktuellen Verkehrsdaten, um die Luftverschmutzung an der Lennestraße zu modellieren. In einem ersten Schritt wird der Schadstoffausstoß berechnet. Mit Hilfe eines Screening-Modells kann dann nach Angaben des Landesamtes ermittelt werden, wie sich die Schadstoffe Stickstoffdioxid und Feinstaub verhalten und wie hoch die Belastung der Luft ist. Das Ergebnis der Berechnung gibt Auskunft darüber, ob auf dem Streckenabschnitt der Verdacht auf eine Überschreitung von Grenzwerten besteht.

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Lärmbelastung und Luftverschmutzung

Seit Beginn der Vollsperrung der A45 bei Lüdenscheid im Dezember hat sich das Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet immens erhöht. Davon betroffen sind insbesondere Straßen wie die Lennestraße, über die die Autobahn-Bedarfsumleitung führt. Anwohner klagen seitdem über eine deutlich erhöhte Lärmbelastung und Luftverschmutzung. Die Stadt Lüdenscheid und das LANUV werden jetzt gemeinsam eine gesicherte Datenbasis schaffen, um weitere Entscheidungen treffen und Maßnahmen vorbereiten zu können.

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