Um das Fallbett für die Brücke zu schaffen müssen 80.000 Kubikmeter Boden bewegt werden. Foto: Sven Prillwitz

Lüdenscheid. In dieser Woche beginnen die ersten Vorarbeiten zur Erstellung des Fallbettes für die Talbrücke Rahmede. Gleichzeitig laufen die Rodungsarbeiten im Süd- und Nordhang weiter, um die Flächen für die Modellierung des Fallbettes freizuschlagen. Weitere Informationen zum Bauablauf, zur Planung und dem Ausschreibungsverfahren hat die Autobahn Westfalen am Dienstag (18. Oktober) in einem Spitzengespräch Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und der Bürgerinitiative „A45“ vorgestellt.

Rahmedebach wird verrohrt

Zunächst gerät am Fuß des Südhangs der Bach Rahmede in den Blick. Er wird in den kommenden Monaten durch Rohre verlaufen, um zum einen den Bachlauf zu schützen und zum anderen einen Übergang vom Süd- in den Nordhang zu schaffen. Denn für die Erstellung des Fallbettes soll das Material zum Großteil aus dem Süden angeliefert werden. „Wir werden die Anlieferung soweit wie möglich über die Autobahn abwickeln“, sagt Nadja Hülsmann, Geschäftsbereichsleiterin Bau der Außenstelle Hagen, Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH. „Bis die Baustraßen eingerichtet sind, werden allerdings gerade jetzt zu Beginn der Arbeiten auch Transporte über das „untergeordnete Netz“ erforderlich werden.“ Für die Startphase sollen zunächst Lkw aus Richtung Osten über die Altenaer Straße die Baustelle anfahren. Die Umleitungsstrecke U16/U39 wird dabei nicht genutzt.

80.000 Kubikmeter Boden werden bewegt

In einem zweiten Schritt wird im Südhang eine Baustraße angelegt, über die mit Dumpern – sehr wendige und für steiles Gelände taugliche Lkw – das Material ins Tal und dann in den Nordhang transportiert wird. Im Nordhang selbst wird zunächst auch vorhandener Boden genutzt, um eine ebene Fläche unter der Brücke zu schaffen. Am Ende werden mehr als 80.000 Kubikmeter Boden bewegt – 60.000 Kubikmeter davon müssen angeliefert werden. Das Material dafür stammt aus der direkten Umgebung. Ein Großteil des Gesteins wird im Gewerbepark Rosmart abgebaggert. Eine weitere Gesteinsquelle liegt an der Wibschla. Angefahren wird der Boden weitgehend über die Anschlussstelle Lüdenscheid, in der die Lkw die stillgelegte Rampe als Zufahrt zur gesperrten Autobahn nutzen können.

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