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Meinerzhagen. Die falschen Polizeibeamten haben am Montag wieder ein Opfer gefunden: Diesmal glaubte eine 84-jährige Meinerzhagenerin an die Lügengeschichte der Betrüger und übergab eine hohe Geldsumme zur vermeintlich “sicheren Verwahrung”. Das Geld hatte bis dato im Schließfach einer Bank gelegen.

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Wie die Polizei mitteilt, meldete sich der falsche Polizeibeamte am Montagvormittag bei der 84-jährigen Meinerzhagenerin. Es gab im Verlaufe der folgenden Stunden eine ganze Reihe von Telefonaten. Der Anrufer sprach Hochdeutsch.

Die übliche Räubergeschichte

Er erzählte die übliche Räuber-Geschichte, spielte der Seniorin Stimmen vor mit der Bitte zu überlegen, ob sie die Stimmen kennen würde, und gab ihr eine Rückruf-Handynummer. Der Betrüger verbot der alten Dame, ihren Kindern etwas zu erzählen und schickte sie los, Geld und Schmuck aus dem Safe der Bank zu holen. Er versprach ihr, dass sie unterwegs von Polizeibeamten “beschützt” würde.

Bote schnell zur Stelle

Kurz vor 14 Uhr fuhr die Meinerzhagenerin dann zu ihrer Bank. Als sie eine knappe halbe Stunde später wieder zu Hause war, brauchte sie nicht lange auf den Boten warten: Ein schmächtiger, etwa 1,75 Meter großer, 40- bis 45-jähriger Mann mit hoher Stirn holte das Geld ab, ohne große Worte zu verlieren. Den Schmuck übergab die Frau allerdings nicht, weil nun doch erste Zweifel aufgekommen waren.

Masche läuft seit Monaten bundesweit

Die Polizei warnt seit Monaten immer wieder vor der Gefahr: Im großen Stil rufen die Betrüger Senioren in ganz Deutschland an. An manchen Tagen kommen Anzeigen von über einem Dutzend Senioren, die solche Anrufe erhalten haben. Aus Meinerzhagen gab es am Montag zehn solcher Anzeigen.

Der wichtigste Rat lautet “Auflegen”

Die Polizei rät dringend davon ab, sich überhaupt auf ein Gespräch einzulassen. Der wichtigste Rat lautet: “Auflegen!” Die Betrüger gehen derart geschickt vor, dass sie immer wieder Opfer finden. Selbst Menschen, die bereits von der Betrugsmasche gehört oder gelesen haben, fallen auf die falschen Polizisten herein. Zwar gab es auch im Märkischen Kreis bereits Festnahmen. Doch die Betrugsmasche läuft im großen Stil und mit vielen Beteiligten. Deshalb sollten Nachbarn, Verwandte oder Freunde ältere Menschen in ihrem Umkreis auf das Problem ansprechen.

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