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Das Büro Artec hat bereits einen ersten Entwurf für das neue Begegnungszentrum konzipiert. Grafik: Büro Artec

Schalksmühle. Auf diese Nachricht hatte Anja Wolf, Fachbereichsleiterin für Bildung Kultur und Sport in Schalksmühle, sehnsüchtig gewartet. In der vergangenen Woche traf sie ein. Anja Wolf erhielt telefonisch eine Förderzusage über 450.000 Euro für das Projekt „Haus für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“. Dieser etwas sperrige Begriff steht für die geplante Umnutzung der Kreuzkirche am Mathagen. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm „Dritte Orte“ und soll, verteilt auf drei Jahre, in die Gemeindekasse fließen.

Klare Förderzusage

„Die Jury hat eine klare Förderzusage getroffen. Die 450.000 Euro sind uns sicher“, freut sich die Fachbereichsleiterin. Mit der Zusage für den Erhalt weiterer Fördermittel werde nun die Umsetzungsphase für das Projekt eingeläutet. Das bedeutet: Schalksmühle wird ein Kultur-, Bildungs- und Begegnungszentrum in den Räumlichkeiten der bisherigen Kreuzkirche Am Mathagen bekommen.

Eine gut besuchte Kreuzkirche: Solche Bilder wird es nicht mehr geben. Foto: TACH!/Archiv

Das neue Zentrum werde eine große und wichtige Bereicherung für die kommunale Gemeinschaft werden. Wichtig sei, dass das Projekt nicht nur „für“ die Bürger umgesetzt, sondern mit ihnen geplant und von ihnen getragen werde.

Dank an alle Beteiligten

„Leider hat die Corona-Pandemie den Beteiligungsprozess in diesem Jahr sehr eingeschränkt und schließlich fast vollständig zum Erliegen gebracht“, sagt Anja Wolf. Auch die aktuellen Kontaktbeschränkungen böten nicht gerade vorteilhafte Rahmenbedingungen, um solch ein großes Projekt zu starten. E-Mails, Telefon- und Videokonferenzen würden daher voraussichtlich in den nächsten Wochen die vorrangigen Kommunikationswege sein.

Sie dankt allen Beteiligten, unter ihnen auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die sich bisher mit vielen Ideen in das Projekt eingebracht haben.

Begegnungsort für Kunst und Kultur

Mit dem Programm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW im Frühjahr 2019 eine neue Förderung für Kultureinrichtungen ausgelobt. Mit dem Begriff „Dritte Orte“ sind neuartige kulturelle Einrichtungen gemeint, die in einer sehr offenen und ungezwungenen Atmosphäre die Begegnung und den Austausch von Menschen ermöglichen und zugleich Raum für Kunst und Kultur bieten.

Dier ehemalige Kreuzkirche soll zu einem „Dritten Ort“ entwickelt werden, an dem Menschen die Möglichkeit haben, sich zu begegnen und mit Kunst und Kultur auseinanderzusetzen. Mit einem Gastronomieangebot soll der neue Ort zusätzlich an Aufenthaltsqualität gewinnen. Der Bedarf nach Räumen für Kulturveranstaltungen, Musik- und Volkshochschule sowie Vereinen soll zukünftig in der Kreuzkirche gebündelt werden, um Mehrwerte für die Gemeinde zu schaffen.

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