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Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper und Kreisverbandsvorsitzender Günter Buttighoffer probieren den "Durchblick".

Herscheid/Märkischer Kreis. 40 neue Ansitzstangen für Greifvögel sind jetzt im Märkischen Kreis von Landwirten auf ihren Flächen aufgestellt worden. Das Gemeinschaftsprojekt von Landwirtschaftlichem Kreisverband und Naturschutzzentrum MK greift damit die Idee auf, Milan, Bussard und Co. die Jagd zu erleichtern und gleichzeitig der Mäuseplage auf Weiden und Äckern Einhalt zu gebieten. Die Idee zu dem Projekt hatte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper; gefördert wird es mit dem Ehrenamtsscheck des Landes Nordrhein-Westfalen.

Darum geht’s: Ansitzstangen (ca. 4 Meter hohe Holzstangen mit einer kleinen Holzplatte obendrauf) sind ideale Landeplätze für Greifvögel auf Flächen, auf denen keine natürlichen Ansitze wie Bäume oder hohe Hecken mehr vorhanden sind, also auf Acker- oder Grünlandflächen. Auf diesen Ansitzen ruhen manche Vogelarten aus, andere nutzen sie aber auch, um gezielt auf Mäusejagd zu gehen.

Erläuterungsschilder für Spaziergänger

Die Ansitzstangen sind etwa vier Meter hoch.

Hans Obergruber vom Naturschutzzentrum und Nikola Galla vom Landwirtschaftlichen Kreisverband haben das Projekt umgesetzt. Das Naturschutzzentrum hat die Materialien für den Aufbau zur Verfügung gestellt und diese ausgeliefert. Der Landwirtschaftliche Kreisverband Märkischer Kreis hat zusätzlich Erläuterungsschilder produzieren lassen, die Spaziergänger auf diese Maßnahme hinweisen.

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Ideal zu beobachten ist eine solche Ansitzstange in Herscheid-Gasmert auf der Fläche von Mike Bühner: Am Wanderweg ab Wanderparkplatz Gasmert mit  Aussicht nach Niederholten, vorbei am Naturschutzgebiet Gasmerter Kopf, befindet sich diese mitten auf einer großen Grünlandfläche. An der Ruhebank am Wanderweg steht ein Hinweisschild, von dort aus ist der Landesplatz für Vögel sehr gut zu beobachten.

Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft

Günter Buttighoffer, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, freut sich über die gelungene Aktion: „Wir verstehen diese als eine gute Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft, da den Greifvögeln geholfen wird, Spaziergänger vielleicht Vögel beobachten können und die Vögel so auch leichter Mäuse jagen können.“

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