Bild: Märkische Gesundheitsholding GmbH & Co. KG

Lüdenscheid. Die Märkische Dialysezentren GmbH unter Leitung von Prof. Dr. Jan Galle blickt auf eine 40-jährige Erfolgsgeschichte zurück und zählt damit bundesweit zu jenen Zentren mit der längsten Historie.

„Nieren“, erklärt der Direktor der Klinik für Nephrologie und Dialyseverfahren, „sind wahre Reinigungsspezialisten, leisten jeden Tag lebensnotwendige Arbeit. Neben der Produktion des Harns sind sie auch für die Ausscheidung von Giftstoffen verantwortlich. Wenn die Nieren diese Arbeit nicht mehr verrichten können, wird mit den Dialyseverfahren in unseren Märkischen Dialysezentren die lebenserhaltende Nierenersatz-Therapie in Form von Blutwäsche angeboten.“ Prof. Galles Leitmotiv: „Unsere Patienten sollen durch Dialyse nicht überleben, sondern mit Dialyse möglichst gut leben.“

Dr. Thorsten Kehe gratulierte Prof. Galle zum 40. Bestehen der Einrichtungen. „Die Märkischen Dialysezentren“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Märkische Kliniken GmbH, „genießen heute weit über die Grenzen des Märkischen Kreises hinaus einen exzellenten Ruf und eine hohe Anerkennung bei Patienten und Angehörigen.“

An beiden Standorten in Lüdenscheid und Iserlohn-Letmathe werden sowohl Dialysepflichtige ambulant als auch Heimdialyse- und nierentransplantierte Patienten versorgt. Für Patienten sind die wertvollen und lebenserhaltenden Angebote manchmal allerdings auch mit Belastungen und Einschränkungen verbunden. Denn jede Woche mehrere Stunden an der Dialyse zu verbringen, beeinflusst den Alltag.

Rückblick: Seit 1971 werden am Klinikum Lüdenscheid Patienten mit chronischem Nierenversagen und künstlichen Nieren behandelt. Unter Leitung des früheren Direktors der Klinik für Nephrologie und Dialyseverfahren, Dr. Helmut Kingreen, wurde die Märkische Dialysezentrale am 19. Juli 1982 gegründet. Mittlerweile firmiert die Gesellschaft unter Märkische Dialysezentren GmbH, die in Lüdenscheid und Iserlohn-Letmathe über 48 Dialyseplätze verfügt. Jährlich werden rund 17.000 sog. Hämodialysen ambulant durchgeführt. Hinzu kommen etwa 5700 stationäre Dialysen in der Klinik für Nephrologie/Dialyseverfahren in Lüdenscheid.

Im Februar 2006 übernahm der heutige Klinikdirektor, Prof. Jan Galle, die Ärztliche Leitung. „Die Märkischen Dialysezentren“, sagt der bundesweit renommierte Nieren-Spezialist und langjährige Präsident der deutschen Fachgesellschaft für Nephrologie, „bieten alle modernen Behandlungsmöglichkeiten an und ermöglichen eine individuell auf jeden Patienten zugeschnittene Behandlung. Diese erfolgt nach international anerkannten Behandlungsstandards.“

Das im Jahr 2014 neugebaute Dialysezentrum mit angeschlossenen Praxisräumen auf dem Campus des Klinikums löste die in die Jahre gekommene Einrichtung an der Hohfuhrstraße ab. Seitdem können Dialysepatienten den Komfort eines nach modernen Kriterien errichteten Zentrums nutzen. Nicht nur für Dialysepatienten, sondern auch für Patienten mit Nierenerkrankung ohne Dialysepflichtigkeit stehen hier modernste Behandlungsräume zur Verfügung.

Prävention, ambulante Betreuung chronisch nierenkranker Patienten, unterschiedliche Nierenersatzverfahren und vor allem auch die Apherese, ein maschinelles Behandlungsverfahren für Patienten mit seltenen Fettstoffwechselstörungen, zählen heute zu den Arbeitsbereichen der Märkische Dialysezentren GmbH.

Zum kommunalen Krankenhausverbund Märkische Kliniken GmbH gehören das Klinikum Lüdenscheid und die Stadtklinik Werdohl. In der Kategorie "Gesundheit Aktuell" präsentieren die Märkischen Kliniken in Zusammenarbeit mit dem TACH! regelmäßig spannende Artikel rund um Gesundheitsthemen.