Philharmonie Südwestfalen und Märkisches Jugendsinfonieorchester begeistern in gemeinsamen Konzerten. Foto: Christoph Haupt

Werdohl/Märkischer Kreis. (pmk) Im Jubiläumsjahr punktet das Märkische Jugendsinfonieorchester im Januar mit dem „Zauberlehrling“ von Paul Dukas und Camille Saint-Saëns “Danse macabre”. Die Winterkonzerte finden am 12. Januar in Werdohl und – gemeinsam mit der Philharmonie Südwestfalen – am 19. und 20. Januar in Olsberg und Werl statt.

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“Wer hätte vor 30 Jahren gedacht, dass es das MJO so lange geben wird?”, meinte Chefdirigent Thomas Grote bei der Titelfindung für die kommende Arbeits- und Konzertphase “Die Geister, die ich rief”. Auch er war damals schon Teil des Märkischen Jugendsinfonieorchesters als der Märkische Kreis unter der künstlerischen Leitung von Gerhard Michalski das Orchester aufbaute. Seither lockt das MJO jedes Jahr junge Talente, um die Magie eines großen Orchesterspiels zu erkunden. Über die Jahreswende, also vom 30. Dezember 2018 bis 6. Januar 2019, haben die Nachwuchsmusiker in der Jugendherberge Wipperfürth Zeit, sich mit den Dozenten des MJO auf das Winterprogramm vorzubereiten.

Dirigent Thomas Grote war schon seit der Gründung des MJO dabei. Foto: Sebastian Sendlak/Märkischer Kreis

Der Titel verweist bereits auf die Ballade des “Zauberlehrlings” von Johann Wolfgang von Goethe, in der der Lehrling die Abwesenheit des Meisters für eigene Zaubereien nutzt. Als diese dann schief gehen, stößt er den weltbekannten Schreckensruf aus: “Die Geister, die ich rief…”. “Paul Dukas hat daraus ein wunderbares Orchesterstück gemacht, das mit einer eigens konzeptionierten Moderation von Michael Forster ein ganz besonderes Erlebnis wird”, ist sich Thomas Grote sicher.

Neben dem Stück von Paul Dukas, bringt das MJO einen Totentanz, die symphonische Dichtung “Danse Macabre” von Camille Saint-Saëns auf die Bühne. Gleichzeitig ist es auch das bekannteste Stück des Komponisten.

Familienkonzert im Festsaal Riesei

Beim Familienkonzert am Samstag, 12. Januar, um 17 Uhr im Festsaal Riesei in Werdohl wird auch “Baba Yaga” von Anatoli Ljadow zum Besten gegeben. Es bespielt ein märchenhaftes Thema um die slawische Sagengestalt.

Für das Familienkonzert kostet der Eintritt von 5 Euro bzw. 3 Euro ermäßigt. Die Moderation übernimmt Michael Forster.

Zusammenspiel mit Philharmonie Südwestfalen

Mit der Philharmonie Südwestfalen verbindet das MJO seit 2014 eine Patenschaft. Alle zwei Jahre gibt es ein gemeinsames Konzert, bei dem die Jugendlichen Seite an Seite mit den Profis der Philharmonie Südwestfalen spielen. Zu den großen gemeinsamen Jubiläumskonzerten am Samstag, 19.01.19, um 19 Uhr in der Konzerthalle in Olsberg und am Sonntag, 20.01.19, um 17 Uhr in der Stadthalle in Werl wurde das Programm leicht verändert: Im zweiten Teil spielen die Musiker die schönsten Melodien aus dem “Rosenkavalier” von Richard Strauss. Michael Forster und Michael Nassauer führen durch das Programm. Die Eintrittspreise liegen zwischen 9 und 25 Euro.

Weitere Informationen zum Programm und zu den Vorverkaufsstellen unter: www.maerkischer-kreis.de oder beim Fachdienst Kultur des Märkischen Kreises, Telefon 02352/9667044.

Hintergrund

  • Das Märkische Jugendsinfonieorchester (MJO) in Trägerschaft des Märkischen Kreises wurde 1989 aus der Taufe gehoben. Geburtshelfer war damals die Märkische Kulturkonferenz e.V. (MKK), die jedes Jahr Stipendien im Bereich Bildende Kunst, Literatur und Musik vergibt. Sie hatte damals das Märkische Stipendium für Musik an den jungen Dirigenten Gerhard Michalski vergeben. Mit seinem Elan und Optimismus und mit viel Unterstützung seitens des Märkischen Kreises und den regionalen Musikschulen, gelang es, genügend Jugendliche Nachwuchstalente zu motivieren und das Märkische Jugendsinfonieorchester auf die Beine zu stellen. Ziel ist es, den musikalischen Nachwuchs an anspruchsvolle Orchesterliteratur heran zu führen, die er in anderen – kleineren – Orchestern nicht spielen kann.
  • Im Lauf der Jahre ist das MJO zum Selbstläufer geworden. Gerhard Michalski leitete es 20 Jahre lang und gab dann den Taktstock Hermann Bäumer und Carolin Nordmeyer weiter. Seit 2012 leitet Thomas Grote, der vorher auch schon vertretungsweise eingesprungen war, das MJO.

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