Das Foto zeigt die Festnahme des mutmaßlichen Organisators durch Beamte der Bundespolizei Sankt Augustin. Foto: Polizei

Lüdenscheid/Passau. (ots) Durch umfangreiche Ermittlungen der Bundespolizei Passau konnte am Mittwoch (3. Februar) ein 28-jähriger syrischer Staatsangehöriger in Lüdenscheid von Einsatzkräften der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin festgenommen werden. Er soll die Einschleusung von 41 Syrern in die Bundesrepublik organisiert haben.

Wie die Bundespolizei mitteilt, ermittelte der Ermittlungsdienst der Bundespolizei Passau seit August 2020 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut gegen eine international agierende Schleuserorganisation. Ausschlaggebend für dieses Ermittlungsverfahren waren mehrere Aufgriffe und Festnahmen von Fahrzeugschleusern in Niederbayern. Diese brachten vorrangig syrische Staatsangehörige im Bereich Simbach und Passau über die deutsch-österreichische Grenze nach Deutschland.

Im Rahmen der Ermittlungen wurde der 28-jähriger Syrer aus Lüdenscheid identifiziert, der die Schleusungen von Österreich aus organisiert haben soll. Er ist dringend verdächtig, von August 2020 an mindestens acht Einschleusungen nach Deutschland organisiert zu haben. Hierbei wurden insgesamt 41 Syrer in die Bundesrepublik transportiert. Die Festnahme steht im Zusammenhang mit Ermittlungen der österreichischen Polizeibehörden, vorrangig des LKA Wien. Am 20. Januar dieses Jahres wurde in Wien ein Hotel durchsucht. Hierbei konnten vier mutmaßliche Schleuser, sowie 30 unerlaubt eingereiste Personen festgenommen werden. Der nun festgenommene Syrer steht im Verdacht, von dort aus die Weiterschleusung nach Deutschland organisiert zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Landshut erwirkte einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der Beteiligung an gewerbsmäßiger Einschleusung gegen den Mann. Daraufhin konnte der Haftbefehl am Mittwoch in Lüdenscheid vollstreckt und zeitgleich dort eine Wohnung durchsucht werden. Hierbei fanden die Bundespolizisten weitere Beweismittel. Der mutmaßliche Schleuser wurde noch am Festnahmetag dem zuständigen Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Lüdenscheid vorgeführt und im Anschluss in die Justizvollzugsanstalt Attendorn eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen gegen das Netzwerk werden im Auftrag der Abteilung zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität der Staatsanwaltschaft Landshut durch den Ermittlungsdienst der Bundespolizei Passau geführt.

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