Auf 27 Jahre kann das mittelalterlich-elektronische Musikprojekt Qntal mittlerweile zurückblicken. Zeitlich völlig losgelöst von ansonsten häufig anzutreffenden Mechanismen des Musikgeschäftes bringen sie ein Album dann auf den Markt, wenn es fertig und rund ist und nicht dann, wenn irgendwer es erwartet. So sind sie nunmehr gerade einmal, gemessen an eben 27 Jahren, beim Longplayer Nummer 8 angekommen, welcher den Titel „Nachtblume“ trägt.

Alben von Qntal sind stets als großes Werk zu betrachten. Die Vereinigung von modernem Popambiente und mittelalterlichen Klängen, inklusive entsprechendem Instrumentarium, gelingt kaum einer Band wie ihnen. So stellen sie sich auch nunmehr wieder da.

Und auch wie die Vorgänger strengt dieses Album an. Um alle Sequenzen, alle Töne, alle verborgenen Klänge wahrnehmen zu können, muss man Nachtblume mit großem Bedacht hören. Das gelingt jedoch auf Anhieb, da es von Anfang an mitnimmt und fesselt.

Das Wichtigste aber ist, dass sich der Kopf des Teams, Michael Popp, der sich sonst aus den gesanglichen Sequenzen heraushält und dafür eines seiner zahlreichen Instrumente bedient, auf diesem Album „Die finstere Nacht“ singt. Die Reise durch ausschweifende, musikalische Täler, durch Landschaften voller Träumereien und teils mystischem Charme geht über „Echo“, „Chint“ oder „O fortuna“ bis „A chantar“ weiter.

Ein wunderbares, harmonisches Gesamtwerk.

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Favoriten: Die finstere Nacht, Minnelied, A chantar

Für Freunde von: Helium Vola, Estampie, Faun

Veröffentlichung: Das Album erscheint am 09.03.2018

zu Hause: http://qntal.de/?lang=de

Bewertung: 9 von 10 Punkte

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