Gülle
Dass Landwirte Gülle auf ihre Felder ausbringen, ist normal. Dass aber 20.000 Liter einfach aus einem Tank abgelassen werden, ist strafbar. Symbolfoto: pixabay.com

Halver. (ots/wolf) Ein Halveraner Landwirt hat rund 20.000 Liter Gülle aus einem Tank abgelassen. Das führte zu einer erheblichen Gewässerverunreinigung. Wie die Polizei mitteilt, informierten Zeugen Polizei und Feuerwehr am Sonntagvormittag über eine grünliche Verfärbung von Volme und dem ihr zufließenden Bach Schlemme. Die Verschmutzung führte die Einsatzkräfte in die Ortschaft Collenberg. Ein Landwirt hatte dort in der Nacht ca. 20.000 Liter Gülle aus einem Tank abgelassen. Das stinkende Düngemittel bahnte sich seinen Weg über die Felder und floss schlussendlich in dem Schlemme-Bach. Dadurch verfärbten sich Teile der Schlemme und im weiteren Verlauf die Volme grünlich. Die untere Wasserbehörde übernahm die weiteren Maßnahmen. Gegen den Landwirt wird nun wegen des Straftatbestandes der Gewässerverunreinigung ermittelt.

Offenbar ist inzwischen, dass die Einleitung kein Versehen war. Die Pressestelle der Polizei teilte mit, dass der Landwirt nicht mehr gewusst habe, wohin mit der Gülle.

Wesenlich schlimmer war allerdings eine Gewässerverunreinigung im März 2015. Damals waren aus einem großen Güllebehaltwer eines Halveraner Landwirts rund 1700 Kubikmeter Gülle über den Neyebach in die Neye-Talsperre geflossen. Die Umweltkatastrophe führte zum Sterben von Fischen und Amphibientieren. Aufgrund von drastisch überhöhten Ammonium-AStickstoff- und Phosphatwerten hattenb die Tiere keine Überlebenschance. https://guten-tach.de/beim-guelle-gau-hatten-fische-keine-chance/

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Der Landwirt, der verdächtigt worden war, einen Schieber seines Güllesilos selbst geöffnet zu haben, wurde später von sämlichen Anklagevorwürfen freigesprochen.

 

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