Lüdenscheid. (PSL) Das Verständnis für Kindheit als einer Lebensphase, die eine eigene Wertschätzung und besonderen Schutz erfahren sollte, war nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Was bedeutete ‚Kind sein‘ vor 300 Jahren und was heißt es heute? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung in der Städtischen Galerie Lüdenscheid mit ihren Gemälden und Grafiken zum Bildthema Kind.

Kinderbilder eine Herausforderung

Für Künstlerinnen und Künstler war und ist es immer eine Herausforderung sich der Darstellung von Kindern in ihrer besonderen Eigenart zu widmen. Auch für Künstler der Gegenwart ist die Kindheit ein Bildthema. Zuweilen thematisieren sie das Heile-Welt-Klischee und kontrastieren dieses mit den Gefahren und Verwundungen, denen die Kinder in der heutigen Gesellschaft ausgeliefert sind. Damit wenden sie sich bewusst gegen das romantische Kindheitsbild, das in der Medienwelt bis heute ungebrochen fortbesteht, aber der Realität oftmals radikal widerspricht. Drei Positionen mit mehreren Arbeiten sind in der Galerie zu sehen.

Vom 17. Jahrhundert in die Gegenwart

Weitere, insgesamt über 60 Exponate können die Besucher bei einem Rundgang mit Dr. Carolin Krüger-Bahr am kommenden Sonntag in den Ausstellungsräumen der Galerie und im Forum betrachten. Die Auswahl erstreckt sich von Gemälden des 17. Jahrhunderts über Kinderdarstellungen Anton Graffs, Johann H. W. Tischbeins bis zu Werken von Käthe Kollwitz, Edvard Munch und Conrad Felixmüller sowie der westfälischen Malerin Ida Gerhardi aus öffentlichen und privaten Sammlungen.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Land NRW, Ministerium für Familie, Kinder, Kultur und Sport, die Sparkasse Lüdenscheid sowie die Kunstfreunde e.V. Lüdenscheid.

Der Beitrag für die Führung beträgt 1 Euro pro Person zzgl. Eintritt.

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