Die Perspektive von oben verdeutlicht die Größe des Gesamtkomplexes: die neuen Produktionshallen von Jung in Schalksmühle. Foto: Alexander Ring

Schalksmühle. Die Baumaschinen sind abgezogen, die Innenausbauten ausgeführt, und auf der neuen Fertigungslinie läuft die Steckdosenherstellung auf vollen Touren: Die zweiphasige Betriebserweiterung der Albrecht Jung GmbH & Co. KG am Hauptsitz Schalksmühle ist abgeschlossen. Nach der Einweihung eines zweigeschossigen Neubaus im Jahr 2012 wurde das umfangreiche Bauvorhaben jetzt mit einer weiteren Produktionshalle beendet. Geplant und realisiert hat das Gesamtprojekt die Lüdenscheider Architektengemeinschaft Artec.

Das Gesellschafterteam von Artec (von links): Anja Roerdink-Veldboom, Marcus Born, Regine Mekelburg und Rainer Mekelburg. Foto: Wolfram Schroll
Das Gesellschafterteam von Artec (von links): Anja Roerdink-Veldboom,
Marcus Born, Regine Mekelburg und Rainer Mekelburg. Foto: Wolfram Schroll

Der zweite Bauabschnitt auf dem Jung-Betriebsgelände stellte die Architekten vor planerische und logistische Herausforderungen. Das 3.900 Quadratmeter große Baufeld war an drei Seiten von Gebäuden begrenzt, eines davon ist die vor zwei Jahren fertiggestellte Produktionshalle. In diesem definierten Areal erfolgten Abriss, Baugrundoptimierung und Neubau. Rund 1.400 so genannte Rüttelstopfsäulen – das sind senkrecht ins Erdreich getriebene Säulen aus Kies und Schotter – verdichten den Untergrund. Die Stahlbeton- Konstruktion erhält so eine tragfähige Basis. In der neuen Halle stellen Durchgänge zu den Nachbargebäuden kurze Wege für die Mitarbeiter und eine effiziente Fertigungslogistik sicher.

Das massive Hallendach ist statisch so bemessen, dass eine Aufstockung möglich ist. In diesem Fall kann die Dämmung wiederverwendet werden. Hohe Nachhaltigkeitskriterien erfüllt auch der Innenausbau mit effizienter Gebäudetechnik. Der Jung-Neubau ist, wie viele weitere Industriebauten von Artec, ein überzeugendes Beispiel für funktionale Architektur, die klare Formensprache, moderne Technik und mitarbeiterfreundliche Gestaltung des Arbeitsumfeldes verbindet. Für Jung schaffen die neuen Gebäude auf dem Schalksmühler Betriebsgelände weitere Kapazitäten für die Lagerhaltung und die Produktion, die durch eine neue Fertigungslinie ergänzt worden ist.

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