Hagen. Zum Thema Flüchtlingsunterkunft in Halden wird es eine zweite Informationsveranstaltung geben. Sie findet am Mittwoch, 28. Oktober, um 19 Uhr in der Ev.-Luth. Friedenskirche, Berchumer Straße 66, statt. Der mündlichen Ankündigung des Oberbürgermeisters Erik O. Schulz vom Dienstagabend bei einer hoffnungslos überfüllten Veranstaltung im Arcadeon folgte gestern die schriftliche Mitteilung aus dem Rathaus.

Eine zweite Veranstaltung wurde notwendig, als sich am vergangenen Dienstag herausstellte, dass der gewählte Veranstaltungsort für die Versammlung bei weitem nicht ausreichte. Die Organisatoren mussten zugeben, den Andrang falsch eingeschätzt zu haben. Das führte dazu, das zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nicht teilnehmen konnten und gebeten wurden, wieder nach Hause zu gehen. Entsprechend war der Unmut und die Kritik der Betroffen, wie unter anderem in Hagener Facebook-Beiträgen nachzulesen ist.

Dazu Hagens Bürgermeister Erik O. Schulz in der städtischen Pressemitteilung vom 14. Oktober: „Den Frust der Bürgerinnen und Bürger kann ich gut nachvollziehen.“ Weiter heißt es, dass der Oberbürgermeister „die Kritik, die angesichts der …Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema neue Flüchtlingsunterkunft in Halden aufgekommen ist“ errnst nehme. Brandschutztechnisch sei der Veranstaltungsraum nur für 200 Personen zugelassen gewesen, so die weitere Information. Deshalb hätten alle, die auf den aufgestellten 200 Stühlen keinen Platz fanden, wieder nach Hause geschickt werden müssen. „Deswegen werden wir, wie …. bereits angekündigt, einen zweiten Termin anbieten“, so Schulz, „und stehen mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch für weitere Gespräche zur Verfügung.“

„Bei allem verständlichen Frust“, so Schulz weiter, „habe ich es … als sehr positiv empfunden, dass die Haldener deutlich gemacht haben, dass sie sich von ausländerfeindlichen Flugblättern, die keinen Absender nennen, nicht verunsichern lassen. Sondern im Gegenteil mit vielen Äußerungen ein beeindruckendes Zeichen gegen rechte Pamphlete gesetzt haben.“ Auch die vielen praktischen Angebote der der Bürgerinnen und Bürger, mit Sachspenden und persönlichem Engagement die Flüchtlinge zu unterstützen, haben Hagens Oberbürgermeister beeindruckt, heißt es in der Pressemitteilung.

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