Lina Ackerschott
Haben viel zusammen vor: Stefanie Schröder (Jugendkulturbüro), Thomas Wewers (Alte Schule) und FSJlerin Lina Ackerschott.

Lüdenscheid. Die Integrative Kulturwerkstatt „Alte Schule“ und das Jugendkulturbüro der Stadt Lüdenscheid haben immer mal wieder zusammengearbeitet. Jetzt sind beide Einrichtungen eine feste Kooperation eingegangen. Lina Ackerschott arbeitet während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur (FSJ) für die Kulturmacher an der Rahmedestraße und das Jugendbüro an der Altenaer Straße.

Das Zauberwort heißt „teilen“. Drei Tage in der Woche sammelt die junge Frau aus Gummersbach Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderung. An zwei Tagen unterstützt sie die Mitarbeiterinnen im Jugendkulturbüro und lernt hier und in der „Alten Schule“ dabei viele Seiten des Kulturmanagements kennen.

Mitmischen beim Kindertheater

Lina sitzt auf dem roten Sofa im Jugendkulturbüro und lächelt. Die beiden Jobs in Lüdenscheid gefallen ihr gut, sagt sie. In der „Alten Schule“ mischt sie unter anderem beim Kindertheater „Die Olchis kommen“ mit. Die Proben für das nächste Stück, das Anfang 2016 aufgeführt wird, haben soeben begonnen. Für das Jugendkulturbüro hat die bei „Feuer und Flamme“, der Nacht der Jugendkultur, mitgewirkt. Und so wird es weitergehen.

Beide Einrichtungen stärker verzahnt

Thomas Wewers, Leiter der Integrativen Kulturwerkstatt und Stefanie Schröder vom Jugendbüro freuen sich darüber, dass die Arbeit beider Einrichtungen durch den Einsatz von Lina Ackerschott so eng verzahnt wird. „Sie kann dazu beitragen, unser Programm noch bekannter zu machen“, sagt Thomas Wewers. Schließlich verfüge das Jugendkulturbüro über ein Netzwerk mit vielen Kontakten.

Stefanie Schröder und Thomas Wewers sind schon heute gespannt auf die Abschlussarbeit, die die 18-Jährige wie jeder andere FSJler zum Abschluss ihres freiwilligen Jahres vorlegen muss. Sie wird sich nämlich mit der Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen befassen.

„Das wird ein lebendiges Jahr“

Lina Ackerschott erhält während ihrer Zeit in Lüdenscheid die Chance, ihren Erfahrungshorizont noch stärker ausweiten. Dafür sorgen fünf Bildungstage und vier Seminare übers Jahr verteilt.

„Das wird ein lebendiges Jahr“, sagt Thomas Wewers der FSJlerin voraus. Lina Ackerschott hat sich ganz auf Lüdenscheid eingelassen. Sie wohnt im Dachgeschoss der „Alten Schule“ und rührt auch privat kräftig die Werbetrommel für die Integrative Kulturarbeit. So reisten zu einer Veranstaltung gleich sieben Leute aus ihrer Heimatstadt Gummersbach nach Lüdenscheid. „Die werden jetzt zu Stammkunden“, freut sich Thomas Wevers.

FSJ kurz und knapp: FSJ ist die Abkürzung für Freiwilliges Soziales Jahr.

Das FSJ können junge Menschen zwischen 15 und 26 Jahren machen. Ein FSJ dauert zwischen 6 und 18 Monaten, in Ausnahmen auch 24 Monate.

Das FSJ ist ein Freiwilligendienst. Beim FSJ arbeiten junge Menschen in einer gemeinwohlorientierten Einrichtung mit. Sie tun dort etwas, das gut für das Zusammenleben aller Menschen in der Gesellschaft ist. Das nennt man Engagement. Für ihr Engagement erhalten Freiwillige kein Gehalt, sondern ein Taschengeld.

In den Einrichtungen probieren die Freiwilligen verschiedene Tätigkeiten aus. Einrichtungen sind zum Beispiel

  • Kindertagesstätten
  • Krankenhäuser
  • Jugendkulturzenten
  • Sportvereine
  • politische Organisationen

Die Freiwilligen erhalten dort Einblicke in das Berufsleben, sammeln praktische Erfahrungen und können viel lernen. Sie können zum Beispiel

  • den Arbeitsalltag und verschiedene Berufe kennenlernen
  • ausprobieren, welche Aufgaben und Tätigkeiten gut zu ihnen passen
  • eigene Projekte planen und durchführen
  • andere Freiwillige bei den Bildungstagen vom FSJ treffen
  • herausfinden, welche Berufsausbildung sie nach dem FSJ machen möchten
  • herausfinden, was ihnen für ihr Leben wichtig ist
  • und wie oder wo sie in Zukunft leben möchten

Im FSJ sind Freiwillige in Vollzeit tätig. Vollzeit heißt an 5 Tagen in der Woche und pro Tag für etwa 8 Stunden.

Während des FSJ erhalten die Freiwilligen

  • Taschengeld,
  • zum Teil Unterkunft und Verpflegung oder Geld dafür,
  • eine beitragsfreie Versicherung in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.

Außerdem haben die Eltern der Freiwilligen Anspruch auf Kindergeld.

Mehr unter http://pro-fsj.de/

 

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