Aus dem völlig verwilderten Gelände soll eine schicke Fläche mit Bouleanlage werden. Uwe Ossenberg, Peter Becker und Marc Kostewitz schauten am Montag noch einmal genau hin. Auch die baufällige Treppe am linken Rand des Areals wird verschwinden. Sie ist zurzeit durch einen Bauzaun gesichert. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Die Lüdenscheider Turbo-Schnecken wollen die Umgebung ihres Schneckenhauses im Bräucken aufwerten. Nachdem der Breitensportverein die ehemalige Maschinenfabrik Hesse & Jäger aus dem Dornröschenschlaf wachküsst und in ein Sportzentrum mit Bistro verwandelt hat, folgt jetzt Schneckenhaus 2.0. Das Umfeld soll verschönert und zum Anziehungspunkt für das gesamte Quartier im Bräucken werden. Im Mittelpunkt steht der Bau einer Boule-Anlage.

Immergrüne Hecken statt alter Zäune

Uwe Ossenberg, Vorsitzender des Fördervereins, und Peter Becker haben sich ein hohes Ziel gesetzt. Wildblumenwiese statt Unkrautflächen, immergrüne Hecken statt alter Zäune und im Mittelpunkt im verwilderten Garten zur Bromberger Straße zwei Boulebahnen – das gesamte Gelände soll zum Schmuckstück werden.

Zunächst müssen die engagierten Schnecken die finanzielle Hürde nehmen und das nicht im Schneckentempo. Bis zum 1. September wollen sie über eine von der Volksbank im Märkischen Kreis unterstützte Crowdfunding-Spendenaktion 10000 Euro einsammeln. Im Herbst sollen dann die Bauarbeiten beginnen.

Co-Funding durch die Volksbank

Der erste Schritt ist geschafft. Die Finanzierungsphase läuft. Während Uwe Ossenberg und Peter Becker das Projekt am Montag vorstellen, laufen Zahlungen ein. Bis dahin waren es bereits 845 Euro. Der Clou: Jede Spende über fünf Euro löst ein Co-Funding in Höhe von zehn Euro durch die Volksbank aus. „Das Geld stammt aus einem Spendentopf, den die Bank eigenes für förderwürdige Crowdfunding-Projekte aufgelegt hat“, erläuterte Marc Kostewitz, Abteilungsdirektor Marketing bei der Volksbank. Wer sich an der Aktion beteiligen will, findet unter whttps://www.vbimmk.viele-schaffen-mehr.de/boulebahnen alle Modalitäten.

Marc Kostewitz ist auf den weiteren Verlauf der Aktion sehr gespannt. „Das Vorhaben der Turbo-Schnecken hat das höchste finanzielle Volumen der bislang von uns betreuten Crowdfunding-Projekte“, sagt er.

Turniere in der Mittagspause

Peter Becker hat schon heute vor Augen, wie es einmal werden könnte. Nachbarn treffen sich am Schneckenhaus zum Boule-Spiel, Mitarbeiter aus den umliegenden Unternehmen treffen sich in den Pausen zu einem kleinen Match. „Die Firmen könnten auch gern mal ein Turnier austragen“, sagt Peter Becker.

Die Idee findet Anklang. Seit der Vorstellung des Projektes sind erneut Spenden hinzugekommen. Der aktuelle Stand: 1115 von 10000 Euro (Stand: 5. Juli, 14.15 Uhr). Immerhin. Aber bis zum Spendenziel ist es noch ein weiter Weg. Übrigens: Wird das Ziel nicht erreicht, fließen die Spenden an die Geber zurück.

Was die Turbo-Schnecken seit 2014 in ihrem Schneckenhaus alles geschafft haben, zeigt folgende ProjektpräsentationFörderverein_Projektpräsentation

 

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